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Russische Drohne trifft ukrainischen Passagierzug mit fast 600 Menschen an Bord

Beim Einschlag einer russischen Drohne in einen Zug auf dem Weg nach Odessa sind alle 593 Passagiere unverletzt geblieben. Die Lokomotive geriet in Brand, die Evakuierung erfolgte mit Bussen. Währenddessen gab es eine zweite Attacke.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Beim Einschlag einer russischen Drohne in einen ukrainischen Passagierzug auf dem Weg nach Odessa sind fast 600 Menschen mit dem Schrecken davongekommen. Die Lokomotive des Zuges mit der Nummer 147 von Schytomyr nach Odessa geriet laut Behördenangaben in Brand, verletzt wurde niemand. In dem Zug befanden sich 593 Menschen, darunter 15 Kinder. Sie alle seien mit Bussen nach Odessa gebracht worden, teilte Militärgouverneur Oleh Kiper mit.

Kiper sprach von einem gezielten Angriff der Russen auf den Zug. Während der Evakuierung habe es zudem eine zweite Attacke gegeben. Erst Mitte August waren bei einem russischen Angriff auf einen Passagierzug in der Region Odessa im Süden der Ukraine ein Lokführer und sein Assistent getötet worden. Bei einem anderen Drohnenangriff im Osten der Ukraine in Charkiw wurden Behörden zufolge sieben Menschen verletzt. Die ukrainische Flugabwehr sprach von insgesamt 127 russischen Drohnenangriffen, die meisten seien abgewehrt worden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat unterdessen die Forderung von Ex-Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow nach Neuwahlen im Krieg zurückgewiesen. „Ich glaube, dass Wahlen als solche in einem Krieg wie diesem ein großes Risiko darstellen“, sagte Selenskyj in am Sonntag veröffentlichten Äußerungen vor Journalisten. Er warnte vor einem „Tsunami für das Land, der die Ukraine spalten wird“.

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat der Ukraine bei einem Besuch in Kiew weitere humanitäre Hilfe von 50 Millionen Euro zugesichert und ihr Hoffnung auf zusätzliche Mittel für die Luftverteidigung gemacht. Der CDU-Politiker versicherte, dass er weiterhin versuchen werde, Bündnispartner zur Abgabe von Patriot-Abwehrraketen zu bewegen. Auch einen weiteren Beitrag der Bundeswehr schloss er nicht aus. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) müsse „gemeinsam mit seinen Fachleuten in die Bestände gucken und schauen, ob noch etwas möglich ist“.

Wadephul wurde bei seinem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt vor Augen geführt, wie wichtig die Luftabwehr angesichts zunehmender russischer Angriffe mit ballistischen Raketen ist. Während er zusammen mit Selenskyj am Samstag an einem Veteranentreffen teilnahm, wurde ein nur 30 Kilometer entfernter Vorort von Kiew mit drei Raketen angegriffen. Zwei Menschen wurden getötet, zahlreiche verletzt. Auch bei dem Veteranentreffen gingen auf den Handys die Sirenen an: Luftalarm. „Das macht uns noch einmal in erschreckender Weise klar: Wir sind hier in einem Kriegsgebiet“, sagte Wadephul. Dieser Krieg werde nicht nur an der Front ausgetragen, sondern überall im Land.

Roman Kostenko, Sekretär des ukrainischen Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit, Verteidigung und Nachrichtendienste, hat in der TV-Sendung „Welikyj Lwiw“ angekündigt, dass die ukrainischen Behörden „radikale“ Änderungen am Mobilisierungsprozess vorbereiten – unter anderem beim Einberufungsalter. Die derzeitigen finanziellen Zulagen würden nicht dazu ausreichen, die Zahl der Vertragssoldaten zu erhöhen, so der Abgeordnete. Der Staat suche daher nach neuen Wegen, um Menschen für den Armeedienst zu gewinnen. Ob die Altersgrenze gesenkt oder angehoben werden soll, wollte Kostenko nicht verraten – dies werde später offiziell vom Verteidigungsministerium oder dem Generalstab bekanntgegeben.

Infolge russischer Angriffe sind im Südosten der Ukraine mindestens drei Menschen getötet worden. Zudem seien 15 Menschen bei den Angriffen vor allem auf das Umland der Großstadt Saporischschja verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des gleichnamigen Gebiets, Iwan Fedorow, bei Telegram mit. Es habe Angriffe mit ballistischen Raketen, Drohnen und Gleitbomben unter anderem auf Lagergebäude gegeben. Norwegen will die Ukraine im Haushaltsjahr 2027 mit weiteren 85 Milliarden Kronen unterstützen. Umgerechnet sind das 7,82 Milliarden Euro. Die Summe entspreche dem Betrag für das Jahr 2026, teilte die Regierung des skandinavischen Landes mit.