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Sandro Wagner wird neuer Trainer bei Hannover 96

Hannover 96 hat Sandro Wagner als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der 38-Jährige unterschreibt bis 2028 und soll den Zweitligisten nach schwachem Saisonstart zurück in die Erfolgsspur führen.

Hannover 96 hat Sandro Wagner als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der 38-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028 und soll den Aufstiegskandidaten der 2. Bundesliga nach einem schwachen Saisonstart wieder in die Spur bringen. Das gab der Verein am Freitag bekannt.

Wagner tritt die Nachfolge von Christian Titz an, von dem sich die Niedersachsen nach nur einem Sieg aus den ersten fünf Saisonspielen getrennt hatten. Der neue Coach beginnt seine Arbeit am Montag mit einem öffentlichen Training. Am Sonntag (13.30 Uhr) wird im Heimspiel gegen den VfL Bochum noch Interimstrainer und U23-Coach Lars Barlemann an der Seitenlinie stehen. Für Montag ist zudem eine Pressekonferenz geplant, auf der Wagner offiziell vorgestellt werden soll.

Geschäftsführer Jonas Boldt begründete die Verpflichtung mit den Qualitäten des neuen Trainers: «Er ist ein Typ, der akribisch arbeitet und für die Aufgabe brennt. Der Austausch ging dementsprechend schnell in die Tiefe, sodass wir sehr klar zum Entschluss gekommen sind, dass Sandro der richtige Mann für uns ist. Mit ihm gemeinsam wollen wir die sportliche Zukunft von Hannover 96 erfolgreich gestalten.»

Wagner selbst zeigte sich erfreut über die neue Aufgabe: «Hannover 96 ist ein Club mit Wucht – mit einer großen Tradition, einer sehr lebendigen Fankultur und einem erfolgshungrigen Umfeld.»

Sportdirektor Ralf Becker hob die Erfahrung des 38-Jährigen hervor: «Sandro Wagner hat in seinem ganzen Werdegang als Spieler und als Trainer unfassbar viel gesehen und erlebt. Er hat den Fußball in sehr vielen Facetten kennengelernt und bringt dementsprechend einen breiten Erfahrungsschatz mit. Sein fußballerischer Ansatz ist offensiv, intensiv und mutig mit aggressivem Pressing. Beides passt sehr gut zu uns und unserem Kader.»

Wagner blickt auf eine bewegte Karriere zurück. Als Spieler war der gebürtige Münchner unter anderem für den FC Bayern München, 1899 Hoffenheim, Darmstadt 98, Hertha BSC und von 2010 bis 2012 für Werder Bremen aktiv. Als Trainer machte er erstmals mit der SpVgg Unterhaching auf sich aufmerksam, die er 2023 in die 3. Liga führte. Von 2023 bis 2025 assistierte er Bundestrainer Julian Nagelsmann und war auch bei der Heim-Europameisterschaft 2024 Teil des Trainerteams. Seine erste Station als Cheftrainer in der Bundesliga beim FC Augsburg endete im vergangenen Jahr nach nur zwölf Spielen und acht Niederlagen auf Platz 14. Zuletzt war Wagner auch beim Schweizer Spitzenclub FC Basel im Gespräch.

In Hannover wartet auf Wagner eine anspruchsvolle Aufgabe. Nach nur einem Sieg aus den ersten fünf Saisonspielen haben die 96er bereits neun Punkte Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz. Der Verein, der unbedingt in die erste Liga zurückkehren will, steckt im Tabellenkeller der 2. Bundesliga. Wagner wird in der Länderspielpause starten und muss dann eine Aufholjagd beginnen.

Mit der Verpflichtung Wagners setzt Hannover 96 auf einen Trainer, der trotz seiner erst 38 Jahre bereits umfangreiche Erfahrungen im Profifußball gesammelt hat. Ob er den Aufstiegskandidaten wieder in die Erfolgsspur führen kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.