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Proteste in Polen fordern Schutz von Ukrainern vor Übergriffen

Nach Angaben der Organisatoren fanden Kundgebungen in 22 Städten statt. Eine Petition mit 11.000 Unterschriften ging an die Kanzlei des Ministerpräsidenten.

В 22 городах Польши выступили против нападений на украинцев

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In Polen haben Demonstrierende einen entschiedeneren Schutz von Ukrainern vor Gewalt und Anfeindungen gefordert. Nach Angaben der Organisatoren fanden unter dem Motto „Mein Polen schlägt nicht, beleidigt nicht und verfolgt nicht“ Aktionen in 22 Städten statt. Zudem sei der Kanzlei des Ministerpräsidenten eine Petition mit 11.000 Unterschriften übergeben worden. Die Proteste treffen auf eine angespannte gesellschaftliche Lage. Die Zeitung Rzeczpospolita berichtete unter Berufung auf Daten der polnischen Polizeizentrale von 180 Anzeigen ukrainischer Staatsbürger wegen mutmaßlicher Hasskriminalität im ersten Halbjahr 2026. Das waren mehr als 30 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl bezeichnet Anzeigen und nicht abschließend bestätigte Straftaten. Polnische Medien berichteten zuletzt außerdem über mehrere einzelne fremdenfeindliche Vorfälle im öffentlichen Raum. Für Deutschland und die Schweiz ist die Entwicklung auch deshalb relevant, weil die Frage nach dem Schutz ukrainischer Migranten und Geflüchteter in vielen europäischen Gesellschaften gestellt wird. Symbolfoto: Solidaritätskundgebung in Warschau 2022. Bildnachweis: Tomasz Molina / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

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