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Klimagipfel in Antalya startet mit wenig Spielraum für große Schritte

Die 31. UN-Klimakonferenz beginnt in der Türkei, während das Pariser Abkommen zehn Jahre alt ist und die Welt auf einen deutlich zu hohen Temperaturanstieg zusteuert. Experten erwarten nur kleine Fortschritte.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Die 31. UN-Klimakonferenz (COP31) beginnt am 9. November im türkischen Antalya und dauert zwei Wochen. Zehntausende Delegierte werden erwartet. Experten rechnen jedoch nur mit kleinen Schritten und nicht mit einem Notfallmodus, obwohl die Folgen der Erderwärmung bereits deutlich spürbar sind.

Das Jahr war von extremen Wetterereignissen geprägt: Waldbrände in Europa, Hitze und Dürre in Deutschland sowie Sturzfluten in Nepal und China. Das Pariser Klimaabkommen, dem rund 200 Staaten angehören, ist inzwischen zehn Jahre in Kraft. Sein Ziel ist es, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Die Vereinten Nationen gehen jedoch davon aus, dass die derzeitige Politik bis 2100 zu einem Anstieg von etwa 2,8 Grad führt. Der Ausstoß von Treibhausgasen steigt weiter, statt zu sinken.

Das Potsdam-Institut warnt, dass für eine Kurskorrektur nur noch ein kleines Zeitfenster besteht. Ein Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas gilt politisch allerdings als kaum durchsetzbar. Die Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump sind aus dem Pariser Abkommen ausgetreten, was die Verhandlungen zusätzlich erschwert.

Erstmals teilen sich zwei Staaten die Leitung der Konferenz. Die Türkei stellt mit Umweltminister Murat Kurum den COP-Präsidenten, Australien mit Chris Bowen den »Präsidenten der Verhandlungen«. Skeptiker befürchten, dass diese geteilte Verantwortung zu Reibungsverlusten führen könnte, weil Zuständigkeiten und Entscheidungswege nicht eindeutig geklärt sind.

Die Türkei schlägt ein Elektrifizierungsziel vor: Der Anteil der Elektrizität am Energieverbrauch soll von 20 auf 35 Prozent bis 2035 steigen. Deutschland unterstützt diesen Vorstoß. Kritiker fordern hingegen ein stärkeres Gewicht auf erneuerbaren Strom, damit die zusätzliche Elektrifizierung tatsächlich klimafreundlich ausfällt. Zugleich hat Amnesty International die Menschenrechtslage in der Türkei als verschärft kritisiert, was die Gastgeberrolle des Landes in der öffentlichen Debatte zusätzlich beschäftigt.

Auch Deutschland steht unter Druck. Laut dem Expertenrat der Bundesregierung verfehlt das Land die eigenen Klimaziele. Gleichzeitig wurden die Klimahilfen für arme Staaten gekürzt. Zugesagt sind jährlich 6 Milliarden Euro, tatsächlich flossen im Vorjahr 4,7 Milliarden Euro. Bundeskanzler Friedrich Merz wird der Konferenz wegen »anderweitiger Verpflichtungen« fernbleiben. Die Klimabewegung Fridays for Future plant am 13. November einen Klimastreik an 70 Orten, um den Druck auf die Politik zu erhöhen.

China ist der größte Emittent weltweit. Das Land baut erneuerbare Energien aus, setzt zugleich aber weiter auf Kohle. Peking fordert von den Industrieländern mehr Finanzhilfen und stärkere Emissionsminderungen. Damit treffen auf der Konferenz unterschiedliche Interessen aufeinander, die einen verbindlichen Fortschritt erschweren dürften. Ob aus Antalya mehr als ein kleiner Schritt hervorgeht, wird sich erst am Ende der zwei Verhandlungswochen zeigen.

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