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Apple bringt erstes Macbook mit Touchscreen auf den Markt

Apple wechselt die Linie und stattet erstmals ein Macbook Pro mit einem berührungsempfindlichen Display aus. Der Konzern hatte Touchscreens an Macs jahrelang abgelehnt.

Apple stattet erstmals ein Macbook mit einem Touchscreen aus. Der iPhone-Konzern vollzieht damit eine deutliche Kehrtwende, nachdem er Touchscreens an Mac-Computern über Jahre hinweg abgelehnt hatte. Das neue Macbook Pro mit Touch-Bildschirm ist in Deutschland ab 3.299 Euro erhältlich.

Während Konkurrenten im Windows-Bereich in den vergangenen Jahren verschiedene Notebook-Modelle mit berührungsempfindlichen Bildschirmen ausgestattet haben, hielt Apple an einer strikten Trennung fest. Macs verfügten über herkömmliche Displays, große Touchscreens blieben den iPad-Tablets vorbehalten. Noch 2021 hatte der heutige Apple-Chef John Ternus dem „Wall Street Journal“ gesagt, das iPad sei auf Touch-Eingabe optimiert, die Macs auf Maus und Tastatur, und man habe bisher keinen Grund gesehen, daran etwas zu ändern. In den folgenden Jahren fielen die Antworten auf die Frage nach einem Touchscreen-Mac zunehmend ausweichender aus.

Apple positioniert das neue Gerät vor allem für professionelle Nutzerinnen und Nutzer. Als Anwendungsbeispiele nennt der Konzern das Drehen von 3D-Modellen mit den Fingern oder das direkte Spielen von Musikinstrumenten auf dem Display. Das Gerät wiegt 1,38 Kilogramm und ist damit 230 Gramm leichter als die bisherigen Pro-Modelle mit 14-Zoll-Bildschirm. Bei der größeren Variante mit 16 Zoll Bilddiagonale sinkt das Gewicht um 320 Gramm.

Als erstes Macbook erhält das Modell außerdem die vom iPhone bekannte „Dynamic Island“ am oberen Bildschirmrand, in der Live-Aktivitäten angezeigt werden können. Zudem kehrt nach Jahren das leuchtende Apfel-Logo auf der Rückseite des Displays zurück.

Die Entscheidung markiert einen Bruch mit der bisherigen Produktphilosophie des Konzerns im Notebook-Segment. Während Touchscreens auf Windows-Geräten seit Langem zum Alltag gehören, bleibt Apple bei seinen Macs damit erstmals einen Schritt hinter der Konkurrenz zurück, der nun aufgeholt wird. Die Trennung zwischen Tablet- und Computerbedienung, die Apple über Jahre verteidigt hatte, wird damit zumindest im Pro-Segment aufgehoben.

Auch die Gewichtsreduzierung ist für den Einsatz unterwegs relevant. Mit 1,38 Kilogramm bewegt sich das kleinere Modell nun deutlich unter den bisherigen Werten der 14-Zoll-Pro-Geräte. Das größere 16-Zoll-Modell profitiert ebenfalls von der Gewichtsersparnis, die bei den Vorgängern nicht erreicht wurde. Für professionelle Kreative, die bislang auf schwerere Geräte angewiesen waren, dürfte dies ein wichtiges Argument sein.

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