Niclas Füllkrug hat ein Interview mit dem ZDF abrupt beendet, nachdem er auf ein mögliches Comeback in der deutschen Nationalmannschaft angesprochen worden war. Der Stürmer reagierte nach der Niederlage von Werder Bremen sichtlich verärgert und verabschiedete sich mit den Worten «Nee, danke, ciao» aus dem Gespräch. Die Szene wurde im Anschluss vielfach aufgegriffen.
Die Frage nach einer Rückkehr in den Nationalkader wurde Füllkrug unmittelbar nach dem Spiel gestellt. Er wies sie zurück und machte deutlich, dass er dazu nichts weiter sagen wolle. Der ZDF-Reporter hakte daraufhin nach und suchte nach weiteren Äußerungen zu diesem Thema. Genau darauf wollte sich der Spieler offensichtlich nicht einlassen. Seine Reaktion war hörbar gereizt, und der Wortwechsel endete damit, dass er das Gespräch mit dem knappen Abschied beendete.
Über die Szene berichtete unter anderem die Welt, die den Vorfall als Beispiel für die Stimmung nach der Niederlage einordnete. Auch die Zeit griff die Situation auf und stellte heraus, dass Füllkrug den Ton gesetzt habe, ohne dabei selbst ein Tor erzielt zu haben. Die Berichte rücken damit vor allem das Verhalten des Angreifers nach dem Spiel in den Vordergrund und weniger das sportliche Geschehen auf dem Platz.
Für die Einordnung ist vor allem der Kontext der Comeback-Frage von Bedeutung. Füllkrug wird mit einer möglichen Rückkehr in die Nationalmannschaft in Verbindung gebracht. Dass Journalisten diese Frage nach einem Pflichtspiel stellen, ist in solchen Situationen üblich, wenn Spieler im Blickfeld des Bundestrainers stehen. Für den Angreifer war sie in diesem Moment jedoch offenbar nicht passend, weil die Mannschaft gerade eine Niederlage erlitten hatte und er sich zunächst auf den Verein und das Spiel konzentrieren wollte, wie aus den Berichten hervorgeht.
Die verfügbaren Informationen nennen weder das Endergebnis der Partie noch das genaue Datum der Niederlage. Ebenso fehlen Angaben dazu, ob sich Füllkrug im Anschluss an den Vorfall zu seinem Auftritt geäußert hat oder ob der Verein Stellung bezogen hat. Festzuhalten bleibt, dass die Frage nach der Nationalmannschaft den Stürmer in dieser Situation erkennbar beschäftigte und er sich entschied, das Gespräch nicht fortzusetzen.