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AfD baut Vorsprung auf SPD in Mecklenburg-Vorpommern aus

Eine neue Infratest-dimap-Umfrage sieht die AfD fünf Prozentpunkte vor der SPD. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig liegt bei den Direktwahlpräferenzen jedoch klar vor ihrem Herausforderer Leif-Erik Holm.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

In Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD einer neuen Umfrage zufolge fünf Prozentpunkte vor der SPD. Das geht aus einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag der ARD hervor. Demnach kommt die AfD auf 38 Prozent, die SPD auf 33 Prozent. Damit baut die AfD ihren Vorsprung gegenüber der regierenden SPD weiter aus.

Die Umfrage wurde von Montag bis Mittwoch dieser Woche unter 1.556 Wahlberechtigten durchgeführt. Im Vergleich zur Vorwoche legt die AfD um drei Punkte von 35 auf 38 Prozent zu. Die SPD gewinnt einen Punkt hinzu und steht bei 33 Prozent. Die CDU verliert einen Punkt und fällt von 8 auf 7 Prozent. Sollte sich dieses Ergebnis bei der Landtagswahl am 20. September bestätigen, wäre es das schlechteste Abschneiden der CDU bei einer Landtagswahl überhaupt. Der bisherige Minusrekord stammt aus dem Jahr 1951, als die CDU 9,0 Prozent erreichte. Es war in fast 80 Jahren das einzige Mal, dass die Partei einstellig blieb.

Trotz des Rückstands ihrer Partei liegt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in der Wählergunst deutlich vor ihrem AfD-Herausforderer Leif-Erik Holm. Bei der Direktwahl des Regierungschefs sticht die Amtsinhaberin ihren Herausforderer klar aus. Dies deutet darauf hin, dass die Wahlentscheidung nicht allein von der Parteipräferenz bestimmt wird.

Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern findet gemeinsam mit der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September statt. Zuvor gibt es am kommenden Sonntag noch eine Kommunalwahl in Niedersachsen. Die Ergebnisse dieser Wahlen werden auch über die politische Zukunft von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mitentscheiden. Der Kanzler wird in seiner Partei für das Wahldebakel in Sachsen-Anhalt mitverantwortlich gemacht. Sollten weitere schwere CDU-Niederlagen folgen, könnte es für ihn eng werden.

In Berlin will die CDU den Posten des Regierungschefs verteidigen. Dort gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit AfD, Grünen und Linken. Der Ausgang ist offen. Sollte die CDU in Berlin nicht auf Platz eins landen und in Mecklenburg-Vorpommern einstellig abschneiden, könnte Merz weiter unter Druck geraten.

Der Kanzler hatte sich am Montag schockiert vom klaren Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt gezeigt und als Reaktion darauf versprochen, seine Politik künftig besser zu erklären und die Menschen stärker auch in ihrer Emotionalität anzusprechen. Der erste Test in der Generaldebatte des Bundestags kam jedoch bei vielen in der CDU nicht gut an. Merz verwendete einen großen Teil seiner Rede darauf, sich mit seiner Vorrednerin, der AfD-Chefin Alice Weidel, ausez­usetzen und sie scharf zu attackieren. Die neue eigene Erzählung, die er angekündigt hatte, unterfütterte Merz dagegen nicht. Während Weidel in der Generaldebatte von ihrer Fraktion mit Standing Ovations gefeiert wurde, war der Applaus für Merz aus den Reihen der Union mäßig.

Offen stellt sich angesichts der bevorstehenden Wahlen bisher noch kein prominenter CDU-Politiker gegen den Chef. Aus der zweiten Reihe der Landespolitik hat sich allerdings jemand aus der Deckung gewagt. Der stellvertretende Landesparteichef von Mecklenburg-Vorpommern, Tino Schomann, nannte die Pressekonferenz von Merz am Tag nach der Sachsen-Anhalt-Wahl «einfach nur grottig» und forderte: «Er muss runter vom Sessel, und da muss ein anderer rauf.» Seit Wochen wird über einen möglichen Kanzlertausch spekuliert. Als mögliche Nachfolger von Merz werden der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und der bayerische Regierungschef Markus Söder (CSU) gehandelt.

Merz machte am Montag allerdings klar: «Aufgeben ist für mich keine Option.» Er stelle sich seinen Aufgaben als Kanzler, «und ich weiß dabei auch die CDU, die Ministerpräsidenten, das Präsidium und den Bundesvorstand der CDU hinter mir». Im weiteren Wahlkampf wird er sich trotzdem weiter zurückhalten. In Berlin ist bisher ein einziger Termin nächste Woche Donnerstag in der CDU-Bundeszentrale geplant. In Mecklenburg-Vorpommern will er sich nach jetzigem Stand nicht noch einmal blicken lassen, nachdem er bei seinem bisher einzigen Besuch in Kühlungsborn von einzelnen Wählern mit Pfiffen, Beschimpfungen und Rücktrittsforderungen empfangen wurde. Wüst machte dagegen heute in Wolgast bei der Insel Usedom Wahlkampf und wandte sich gegen die Diskussionen über ein Abtreten des Kanzlers. «Personaldebatten helfen uns jetzt nicht weiter», sagte er auf Nachfrage.

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