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Netflix baut 1.000 Stellen ab: Co-Chef Peters verteidigt Sparkurs

Netflix hat rund 1.000 Arbeitsplätze gestrichen. Co-CEO Greg Peters begründet den Schritt mit einem sich schnell verändernden Medienmarkt und der Notwendigkeit, Investitionen neu auszurichten.

Netflix hat in der vergangenen Woche rund 1.000 Stellen abgebaut. Co-CEO Greg Peters verteidigte den Schritt nun als Reaktion auf einen sich rasch wandelnden Medienmarkt. Man müsse sich fragen, «wo wir kürzen oder umlenken können, wie wir investieren», sagte Peters. Die Entscheidung sei nicht leichtfertig getroffen worden, doch das Unternehmen trage die Verantwortung, harte Abwägungen zugunsten langfristigen Wachstums zu treffen.

Der Stellenabbau fällt in eine Phase, in der Streaming-Anbieter weltweit ihre Ausgaben überprüfen. Netflix ist mit mehr als 300 Millionen Abonnenten der größte Player im Markt, sieht sich aber wachsendem Wettbewerb und veränderten Sehgewohnheiten gegenüber. Peters' Äußerungen deuten darauf hin, dass der Konzern Ressourcen künftig anders verteilen will, ohne konkrete Bereiche zu nennen. Der Co-CEO sprach von einem «schnell verändernden Medienumfeld», das harte Fragen erfordere.

Die Kürzungen betreffen auch das Filmgeschäft. Wie aus Berichten über die jüngsten Umstrukturierungen hervorgeht, verlor unter anderem Doug Belgrad seinen Posten, der zuvor als hochrangiger Netflix-Executive die Produktion von Greta Gerwigs «Narnia: The Magician's Nephew» betreut hatte. Der Film ist eine Adaption von C.S. Lewis' Fantasy-Roman von 1955 und soll am 12. Februar 2027 exklusiv in den Kinos starten, bevor er am 2. April 2027 auf Netflix erscheint. Die Besetzung umfasst Emma Mackey, Carey Mulligan, Daniel Craig und Meryl Streep.

Die Personalentscheidungen bei Netflix hatten zuletzt auch abseits der reinen Zahlen für Schlagzeilen gesorgt. Der frühere Filmchef Dan Lin, der das Unternehmen in dieser Woche verließ, soll laut übereinstimmenden Berichten unter anderem mit Gerwig aneinandergeraten sein. Bei einer Videokonferenz zur Entwicklung des Narnia-Projekts sei Lin der Regisseurin gegenüber «abweisend» aufgetreten. Diese Darstellung stützt sich auf mehrere namentlich nicht genannte Quellen. Netflix selbst äußerte sich zu den Hintergründen der Trennung nicht öffentlich.

Für junge Zuschauerinnen und Zuschauer ist der Stellenabbau vor allem deshalb relevant, weil er zeigt, wie sehr die Streamingbranche unter Druck steht. Was als unendliches Wachstum begann, wird nun von Kostendisziplin bestimmt. Ob sich das auf die Vielfalt der Inhalte auswirkt, ist offen. Klar ist: Netflix will weiter in große Stoffe investieren, aber offenbar selektiver. Peters betonte, die Entscheidungen würden «nicht auf die leichte Schulter genommen». Der Konzern steht damit exemplarisch für eine Branche, die nach Jahren des Expansionstempos nun den Kurs justiert.

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