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End of Abyss: Patch behebt Kartenprobleme kurz nach Launch

Nur einen Tag nach dem Release von End of Abyss hat Section 9 Interactive einen Patch veröffentlicht, der die meisten Kritikpunkte am Spiel behebt – insbesondere die fehlerhafte Karte. Für den Testbericht kommt die Korrektur zu spät.

Section 9 Interactive hat nur einen Tag nach dem Launch von End of Abyss einen Patch veröffentlicht, der die meisten der zuvor kritisierten Probleme des Spiels behebt. Der Metroidvania-Titel war am Vortag für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC über den Epic Games Store erschienen. Im Zentrum der Kritik stand vor allem die fehlerhafte In-Game-Karte, die wiederholt falsche Informationen anzeigte – etwa Türen als verschlossen markierte, obwohl sie bereits geöffnet waren, oder den Fund eines Schlüssels nicht vermerkte.

In einem Metroidvania, das stark auf Erkundung und ausgedehntes Backtracking setzt, wiegt ein solches Problem schwer. Wer auf Grundlage einer unzuverlässigen Karte lange Wege durch die Spielwelt plant, wird durch falsche Angaben in die Irre geführt. Der Patch hat diese Fehler nun behoben. Daneben wurden weitere kleinere Probleme korrigiert, die den Spielspaß beeinträchtigten.

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist ungewöhnlich. Zwischen dem Launch des Spiels und dem Erscheinen des Patches liegen nur wenige Stunden. Für den Testbericht, der bereits zwei Tage vor dem Patch veröffentlicht wurde, bedeutet das: Ein Großteil der darin geäußerten Kritik ist bereits überholt. Normalerweise treten umfassende Verbesserungen entweder während der Testphase vor dem Release auf – wenn Entwickler Kritiker über bekannte Fehler informieren und mitteilen, welche davon im Day-One-Patch behoben werden – oder erst Monate bis Jahre nach dem Launch im Rahmen umfangreicher Live-Service-Updates.

Für End of Abyss traf keiner dieser beiden Fälle zu. Der Patch kam zu spät, um noch in die Bewertung einzufließen, aber zu früh, als dass der Testbericht den Zustand des Spiels für einen längeren Zeitraum hätte abbilden können. Nur die wenigen Spielerinnen und Spieler, die das Spiel am ersten Tag ausprobierten, dürften die fehlerhafte Karte überhaupt erlebt haben. Alle künftigen Käufer werden mit der korrigierten Version konfrontiert sein.

Bereits während der Testphase war ein besonders schwerwiegender Fehler aufgetreten: Ein Bossgegner ließ ein Quest-Item fallen, was das Vorankommen blockierte. Dieser Fehler wurde nur wenige Stunden vor Abgabe des Testberichts behoben, sodass er in der Bewertung keine Erwähnung fand. Solche kurzfristigen Korrekturen sind im Spielejournalismus nicht ungewöhnlich, doch der Fall von End of Abyss zeigt, wie schnell eine Rezension an Aussagekraft verlieren kann, wenn Entwickler unmittelbar nach dem Release nachbessern.

Section 9 Interactive reagiert damit schnell auf das Feedback der Spielerschaft. Für das Studio ist das ein positives Signal, auch wenn es für die Spielepresse eine ungewohnte Situation darstellt. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, vor denen Kritikerinnen und Kritiker in einer Zeit stehen, in der Spiele längst keine statischen Produkte mehr sind, sondern sich über Updates stetig verändern.

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