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Iran stellt neuen diplomatischen Anlauf in Aussicht

Irans Parlamentspräsident Ghalibaf deutet Gesprächsbereitschaft im Konflikt mit den USA an, schließt schnelle Zugeständnisse aber aus. Präsident Peseschkian reist zur UN-Generalversammlung nach New York, wo auch mögliche Treffen mit Vermittlern spekuliert werden.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Der Iran hat im festgefahrenen Konflikt mit den USA erneut die Bereitschaft zu Verhandlungen signalisiert. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf sagte laut iranischen Medienberichten in Teheran: «Diplomatie bedeutet keine Kapitulation, sondern die Umwandlung der Stärke auf dem Feld in politische Errungenschaften.» Der als konservativer Pragmatiker geltende Politiker machte damit vorsichtige Andeutungen für einen diplomatischen Anlauf, ohne jedoch schnelle Zugeständnisse in Aussicht zu stellen.

An US-Präsident Donald Trump gerichtet erklärte der iranische Chef-Unterhändler: «Er muss wissen, dass er dem iranischen Volk und den Streitkräften seine Macht nicht aufzwingen kann.» Damit unterstrich Ghalibaf die harte Haltung Teherans, die zuletzt auch von Hardlinern der Staatsführung vertreten wurde. Seit Wochen gibt es keine Anzeichen für ein Ende des Krieges zwischen dem Iran und den USA, der sich inzwischen vor allem auf die Straße von Hormus konzentriert.

Unterdessen ist Irans Präsident Massud Peseschkian in New York zur UN-Generalversammlung eingetroffen. An diesem Mittwoch wird er dort eine Rede halten. Beobachter spekulieren über mögliche Treffen der iranischen Delegation mit Vermittlern oder Vertretern der US-Regierung. Die Generalversammlung bietet traditionell eine seltene Gelegenheit für direkte oder indirekte Kontakte zwischen verfeindeten Staaten.

Der bekannte iranische Kleriker und Oppositionspolitiker Mehdi Karrubi, der jahrelang unter Hausarrest stand, forderte Peseschkian in einem Brief zu einem Treffen mit Trump auf – «falls die Bedingungen dafür gegeben sind». Die iranische Regierung müsse den Mut aufbringen, selbst geschaffene Tabus zu überwinden, schrieb der 88-Jährige laut dem reformistischen Portal Ensafnews. «Obwohl wir wissen, dass die Gegenseite im üblichen Sinne nicht vertrauenswürdig ist, gibt es keinen anderen Weg, als den Weg der Diplomatie zu beschreiten», so Karrubi weiter. «Diplomatie ist kein Zeichen von Schwäche, sondern der Höhepunkt der Vernunft und der Stärke eines Volkes, das an sich selbst glaubt.»

Der Konflikt zwischen Teheran und Washington dauert seit mehr als sechs Monaten an. Die USA und Israel hatten ihren Krieg gegen den Iran begonnen. Während die USA den Iran mit Sanktionen und einer Seeblockade in die Knie zwingen wollen, spekuliert die Führung in Teheran auf wirtschaftlichen Druck durch steigende Energiepreise im Westen. Die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Öltransportrouten der Welt, steht im Zentrum der Auseinandersetzung. Eine Öffnung der Meerenge binnen sieben Tagen, wie zuletzt in Medienberichten angedeutet wurde, könnte die angespannte Lage entschärfen, doch eine Einigung ist nicht in Sicht.

Die jüngsten Äußerungen Ghalibafs und die Reise Peseschkians nach New York werden als Zeichen dafür gewertet, dass Teheran zumindest einen diplomatischen Kanal offenhalten will. Ob es tatsächlich zu Gesprächen mit den USA oder Vermittlern kommt, bleibt abzuwarten. Klar ist: Der Iran will Stärke demonstrieren und zugleich die Tür für Verhandlungen nicht ganz schließen.