Das Studio Bit Reactor, das an dem Spiel «Star Wars Zero Company» arbeitet, hat erneut Mitarbeiter entlassen. Die Kündigungen erfolgten etwa einen Monat, nachdem das Unternehmen einige zuvor beurlaubte Entwickler wieder ins Team geholt hatte. Wie viele Beschäftigte betroffen sind, ist bislang nicht bekannt, denn weder die Zahl der Entlassenen noch die der Rückgeholten wurde offiziell beziffert.
Die Beurlaubungen fanden vor dem für August angesetzten Erscheinen des Spiels statt. Ein Bericht hatte behauptet, dass mehr als die Hälfte der beurlaubten Mitarbeiter wieder in Vollzeit zurückgekehrt sei. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es jedoch nicht. Klar ist nach den vorliegenden Informationen, dass nicht alle zuvor beurlaubten Entwickler zurückgeholt wurden. Die Abfolge aus Beurlaubung, Rückholung und anschließender Kündigung zeigt, wie stark sich die Personalplanung in den Monaten vor dem Start verschoben hat.
Die Nachricht von den Entlassungen verbreitete sich vor allem über ehemalige Mitarbeiter, die ihre Kündigung öffentlich machten. Das Studio hat die Gründe für den erneuten Personalabbau bisher nicht im Detail erläutert. Damit bleibt offen, ob und wie sich die Lage rund um die Entwicklung des Spiels in den kommenden Wochen weiter verändert, und ebenso offen ist, ob die verbleibenden Mitarbeiter den Starttermin im August halten können.
Für die Branche ist der Fall ein Beispiel dafür, wie unsicher die Personalplanung bei Spieleentwicklern kurz vor einer Veröffentlichung sein kann. Wenn ein Projekt unter Zeitdruck steht, werden Teams häufig kurzfristig verkleinert, verstärkt oder umgebaut, und diese Schwankungen werden oft erst durch die Betroffenen selbst öffentlich sichtbar. Dass hier ehemalige Mitarbeiter den Anstoß zur Berichterstattung gaben, unterstreicht, wie stark solche Entscheidungen über soziale Netzwerke und persönliche Mitteilungen nach außen dringen, lange bevor ein Unternehmen selbst Stellung nimmt.
Die Berichterstattung stützt sich auf Recherchen der Seiten Eurogamer und Rock Paper Shotgun. Beide Medien schilderten den Personalwechsel bei Bit Reactor und die Abfolge aus Beurlaubungen, Rückholungen und erneuten Kündigungen. Für Spieler, die auf den Start von «Star Wars Zero Company» warten, bleibt vorerst vor allem eine Frage offen: wie viel vom ursprünglichen Team tatsächlich an der Fertigstellung des Spiels mitwirkt.