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Zach Cregger zeigt sich über die Debatte um Resident Evil frustriert

Regisseur Zach Cregger hat erklärt, warum ihn die Diskussionen um seinen Resident-Evil-Film frustriert haben: Viele Reaktionen hätten sich kaum auf den Film selbst bezogen. Trotz des Gegenwinds wurde der Film ein großer Kinoerfolg.

Horrorregisseur Zach Cregger hat erklärt, warum ihn die Diskussionen um seine Resident-Evil-Verfilmung frustriert haben. Viele Debatten hätten sich laut Cregger kaum um den Film selbst gedreht. Er äußerte sich dazu in einem Auftritt im Podcast »The Town with Matthew Belloni«.

Der Regisseur, der mit Filmen wie »Barbarian« und »Weapons« bekannt wurde, sagte, die Diskussion habe sich vor allem darum gedreht, ob der Film den Erwartungen verschiedener Spielefans gerecht werde. Gefragt wurde etwa, ob bestimmte Figuren vorkommen, was er bei der Lore falsch gemacht habe oder warum der Film nicht wie das Quellmaterial sei. »Das ganze Gespräch fühlte sich an, als ginge es nicht um den Film«, sagte Cregger. Skeptische Zuschauer hatten zwischen dem ersten Trailer und der Premiere immer wieder dieselben Punkte kritisiert: Wo ist Leon? Warum schneit es in Raccoon City? Warum besitzt die Figur von Austin Abrams ein Smartphone? Die lautstarke Fangruppe beschäftigte sich laut Bericht vor allem damit, was der Film für die Spiele bedeute, und weniger damit, wie er sich im Universum des Publishers Capcom einen eigenen Platz schaffen könne.

Cregger erklärte, er habe sich bewusst kreative Freiheiten genommen, um die Qualität des Films zu verbessern. Die Kritik hat er nach eigenen Worten dennoch unterschätzt. Er gab zu, naiv gewesen zu sein, anzunehmen, dass es anders kommen würde. Die Erwartungen der Anhänger blieben bis zum Kinostart am 18. September angespannt, denn viele wollten die Gesichter und Schauplätze aus den Spielen auf der großen Leinwand wiedersehen. Der Regisseur hatte zwar versucht, seine Entscheidungen zu erklären, konnte die Unruhe in der Community aber nicht vollständig beruhigen.

Der Erfolg an den Kinokassen fiel anschließend deutlich aus. Der Film erhielt laut Bericht gute Kritiken, IGN vergab eine Wertung von 8 von 10. Zum Start spielte die Produktion weltweit 108 Millionen US-Dollar ein, bei einem berichteten Budget von 75 Millionen Dollar. Auch in den folgenden Wochen kamen weiter Zuschauer ins Kino. Zum Ende des Halloween-Wochenendes lag das weltweite Einspielergebnis bei über 400 Millionen Dollar. Der durchschnittliche Kinogänger zeigte sich laut Bericht mit der neuen, verschneiten Vision von Raccoon City überwiegend zufrieden.

Cregger zeigte sich mit dem Film zufrieden. »Ich bin stolz auf den Film, ich liebe ihn wirklich«, sagte er. Zugleich räumte er ein, dass er die Reaktionen hätte besser einschätzen müssen: »Ich hätte wissen sollen, dass es so kommt, aber aus irgendeinem Grund war ich ein bisschen schockiert.« Er deutete an, dass er sich künftig eher nicht mehr an Verfilmungen bestehender Marken wagen möchte, schloss das aber nicht völlig aus. Nach seinen Worten gilt in diesem Fall »niemals nie«. Ob es eine Fortsetzung geben wird, ist offen. Die Erfolgszahlen dürften Sony jedoch einen Anreiz geben, Cregger erneut anzusprechen.

Als Nächstes arbeitet Cregger an seinem Original-Projekt »The Flood«, einem Science-Fiction-Thriller, den er geschrieben, produziert und inszeniert. Die Hauptrolle übernimmt die aus den »Tribute von Panem«-Filmen bekannte Jennifer Lawrence. Der Start ist für den 11. August 2028 angesetzt. Bis dahin dürfte die Debatte um Resident Evil weiter nachwirken, auch wenn sich Cregger inzwischen mit dem Gedanken abzufinden scheint, dass Fan-Erwartungen und künstlerische Entscheidungen nicht immer zusammenpassen.

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