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Mahershala Ali spielt Auftragskiller in «Your Mother Your Mother Your Mother»

Der neue Film von Bassam Tariq mit Mahershala Ali in der Hauptrolle feiert seine Premiere beim Toronto International Film Festival und kommt am 25. September in die Kinos. Ein religiöser Auftragskiller sucht nach Muttermilch für seine Tochter.

Mahershala Ali kehrt mit einer ungewöhnlichen Rolle auf die Leinwand zurück: In «Your Mother Your Mother Your Mother» spielt der Oscar-Preisträger einen gläubigen Auftragskiller, der nach dem plötzlichen Tod seiner Frau verzweifelt nach Muttermilch für seine neugeborene Tochter sucht. Der Film von Regisseur Bassam Tariq feierte seine Premiere beim Toronto International Film Festival und kommt am 25. September in die amerikanischen Kinos.

Die Handlung folgt Latif, einem ehemaligen Koranlehrer, der als contract killer mit Schwertern und Klingen arbeitet — Schusswaffen lehnt er aus Prinzip ab, auch wenn das Ergebnis ebenso brutal ist. Als seine Frau Khadija unerwartet stirbt, muss er sich allein um seine drei Kinder kümmern: die rebellische Teenager-Tochter Fatiha, den vorlauten Sohn Qadir und das Baby, das keine Säuglingsnahrung akzeptiert. Seine Suche führt ihn durch Moscheen und Stripclubs im ländlichen Virginia.

Der Film entstand aus einer persönlichen Erfahrung des Regisseurs: Tariq musste selbst seinen neugeborenen Sohn versorgen, während seine Frau auf der Intensivstation lag. Diese emotionale Authentizität durchzieht den gesamten Film, der in einem überspitzten, fast satirischen Amerika spielt, in dem religiöse und kulturelle Konflikte den Alltag bestimmen.

Der Titel des Films bezieht sich auf einen islamischen Hadith über die zentrale Rolle von Müttern. In einer Liste der wichtigsten Menschen im Leben eines Gläubigen würden sie die ersten drei Plätze einnehmen. Khadijas Abwesenheit überschattet den gesamten Film und zwingt Latif, ihre Rolle auf eine Weise auszufüllen, auf die er nicht vorbereitet ist.

Latif tötet christliche White Supremacists und islamische Terroristen gleichermaßen — jeden, der unschuldige Menschen oder seine Gemeinde bedroht. Seine Vigilantismus-Aktionen bleiben jedoch weitgehend im Hintergrund. Als sein ehemaliger Mitarbeiter Mike, ein arabisch-amerikanischer Sicherheitsspezialist, ihm Hilfe anbietet, verlangt er dafür einen Preis: Latif soll den stark bewachten Pastor Hwan Yoon ausschalten, gespielt von John Cho in einer manisch-unterhaltsamen Rolle.

Hwan wird als waffenstarrender Extremist mit konföderierter Flagge satirisch überzeichnet, doch die Aufrichtigkeit seiner Überzeugungen macht ihn sowohl sympathisch als auch zutiefst beängstigend. Dies schafft einen wirkungsvollen Spiegel für Latif, dessen eigene hart erkämpfte Überzeugungen angesichts der schwierigen Umstände ins Wanken geraten.

Die Action ist überraschend sparsam, aber ihre kurzen Ausbrüche sind intensiv, realistisch und von Blut und Reue durchtränkt. Der Großteil des Dramas dreht sich um den Verlust von Latifs Frau und die Lücke, die sie in seinem Herzen hinterlässt. Ali liefert eine verheerende schauspielerische Leistung, die von Kameramann Katelin Arizmendi durch schwüle Kontraste und Sättigung verstärkt wird.

Der Film behandelt seine dramatischen Momente ernst und einfühlsam — besonders wenn Latif sich mit Khadijas Familie oder dominierenden Mitgliedern seiner Gemeinde auseinandersetzen muss, darunter sein Imam, gespielt von Giancarlo Esposito. Alle scheinen zumindest vage über seine Arbeit Bescheid zu wissen.

Wo der Film am meisten schwächelt, ist seine Weigerung, Latifs Kodex genauer zu beleuchten. Es fehlen vorangehende Momente, in denen wir seine Arbeit als normalen Ablauf beobachten können. Ohne diesen Kontrast wirken mehrere Wendepunkte und wichtige Entscheidungen ihres potenziellen Gewichts beraubt.

Trotzdem bleibt der Film ästhetisch einladend und akzentuiert ängstliche Nahaufnahmen mit spirituellen Heiligenscheinen, während sein zerrissener Antiheld mit seinen Pflichten als Vater und Mann des Glaubens in einer gewalttätigen Welt ringt, die ihn selbst gewalttätig geformt hat.

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