Zwischen den unzähligen Spielen, die täglich auf Steam erscheinen, lohnt ein Blick auf Queen's Domain. Das Action-Adventure von Freshly Baked Games erscheint am 30. Oktober für 20 Dollar und ist sowohl für das Steam Machine als auch für das Steam Deck als verifiziert eingestuft. Eine Demo ist bereits verfügbar. Das Spiel orientiert sich erkennbar an der King's-Field-Reihe, den frühesten Titeln von From Software, hebt sich aber von vielen modernen Fantasy-Spielen ab.
Senior Producer Jean-Luc Seipke, der die Reihe selbst nicht kennt, hat die ersten zehn Stunden des Spiels gespielt und ist davon überzeugt. Laut einem In-Game-Zähler hat er damit allerdings erst rund fünf Prozent des Spiels abgeschlossen. Die detailreiche Retro-Optik erinnert an Titel, die zwischen der PlayStation-1- und der PlayStation-2-Ära erschienen sind. Die Handlung spielt eine untergeordnete Rolle, stattdessen erzählt das Spiel vor allem über die Umgebung, was dem Stil von From Software sehr nahekommt.
Das Kampfsystem ist deutlich langsamer als bei vielen anderen Spielen. Für Schaden müssen Spielerinnen und Spieler über volle Ausdauer verfügen. Blocken oder Parieren gibt es nicht, stattdessen muss man einem Angriff physisch ausweichen. Daraus entsteht ein sehr bewusster Kampfstil, bei dem man auf die Animationen achten und jede Bewegung abwägen muss. Seipke meint allerdings, dass sich der Spaß an diesem Spielprinzip im Gameplay-Ausschnitt nicht vollständig vermitteln lässt.
Besonders interessant findet Seipke die Erkundung. Im Verlauf erhält man die Heilige Schwertwaffe Endu, mit der man in der Luft vorwärts oder rückwärts sprinten kann. Die Fähigkeit lässt sich aufwerten und bietet mehr Ladungen. Eine zunächst lineare Welt wirkt dadurch schnell dichter und vielschichtiger, weil das Schwert nach und nach den Zugang zu weiteren Bereichen eröffnet. Wer die Umgebung aufmerksam absucht, entdeckt Wege, die zunächst verborgen waren.
Zu beachten ist allerdings, dass Fortschritte leicht verloren gehen können, da es weder Checkpoints noch automatische Speicherungen gibt. Stirbt man, kehrt man zum letzten manuellen Speicherpunkt zurück. Wer das abschreckend findet und etwas Soulslike-artiges sucht, kann alternativ zum kürzlich erschienenen Phantom Blade Zero greifen. Seipke empfiehlt Queen's Domain dennoch ausdrücklich.
Die Kultur-Redaktion sieht in dem Titel ein Beispiel dafür, wie sich klassische Vorbilder in neuen Spielen weiterentwickeln lassen. Wer sich für die Hintergründe und die bizarr wirkenden Gegner interessiert, findet im Video-Beitrag von Seipke weitere Eindrücke.