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Forscher Marc Blaschykow entdeckt Android-Lücke, die Smartphones durch eine SMS lahmlegt

Ein Sicherheitsforscher hat eine kritische Schwachstelle in Android 12 und neueren Versionen entdeckt. Eine spezielle WAP-Push-Nachricht kann die Telefonfunktion stören und das Gerät unbrauchbar machen, ohne dass der Nutzer etwas tun muss. Google hat im Oktoberupdate einen Patch für Android 14 und neuer veröffentlicht.

SMS-повідомлення може вивести з ладу Android-смартфон без будь-яких дій з боку користувача
Forscher Marc Blaschykow entdeckt Android-Lücke, die Smartphones durch eine SMS lahmlegt
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Eine neue Sicherheitslücke in Android kann Smartphones allein durch den Empfang einer bestimmten Kurznachricht stören oder lahmlegen. Der Sicherheitsforscher Marc Blaschykow hat die Schwachstelle entdeckt, die Geräte mit Android 12 und neueren Versionen betrifft. Für den Angriff ist keine Handlung des Besitzers nötig: Es reicht, dass ein präpariertes SMS im Format WAP Push eintrifft. Im Netz kursiert dafür der Begriff »SMS des Todes«.

Das Problem liegt darin, dass der Telefondienst von Android solche Nachrichten nicht korrekt verarbeiten kann. Die Nachricht erscheint nicht im normalen Posteingang. Stattdessen versucht das System, sie im Hintergrund zu verarbeiten, was einen Systemfehler auslöst. Den Angaben zufolge können während eines Telefonats Verbindungen unerwartet abbrechen, und das Gerät kann zeitweise den Zugang zum Mobilfunknetz verlieren. Bei mehreren solchen Nachrichten könne das Smartphone sogar dauerhaft unbrauchbar werden. Die Wiederherstellung sei oft nur mit technischer Hilfe möglich.

Besonders heikel ist, dass kein Phishing-Trick nötig ist. Nutzer müssen weder einen Link öffnen noch einen Anhang bestätigen oder einen Vorgang freigeben. Der bloße Eingang der Nachricht genügt, damit das Betriebssystem die Verarbeitung selbst startet. Bestätigt sind die Auswirkungen bisher auf Geräten von Google Pixel und Samsung Galaxy. Potenziell betroffen seien jedoch alle Android-Geräte ab Version 12.

Google hatte die Meldung der Forscher, die bereits im Mai eingereicht wurde, zunächst zurückgewiesen. Später entwickelte das Android-Team eine Korrektur, die im Oktober-Sicherheitsupdate für Geräte mit Android 14 und neuer enthalten ist. Das Verfahren erkennt eine von 20 als potenziell gefährlich eingestuften Nachrichtenvarianten. Solche SMS werden nicht mehr verarbeitet, sondern direkt gelöscht, sodass die Ursache des Fehlers entfällt. Ältere Versionen wie Android 13 und früher bleiben laut den vorliegenden Informationen ungeschützt.

Für Besitzer neuerer Geräte lautet die Empfehlung, nachzusehen, ob das Oktober-Update von Google installiert ist, und es gegebenenfalls umgehend einzuspielen. Wer ein älteres Android-Gerät nutzt, hat nach diesen Angaben kaum eine Möglichkeit, sich vollständig zu schützen, und muss die Schwachstelle im Alltag im Blick behalten. Die Berichte zeigen damit, wie stark die Sicherheit von Smartphones davon abhängt, dass Hersteller Updates rechtzeitig bereitstellen und Nutzer sie auch installieren.