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Long March 7A scheitert mit Kommunikationssatellit ChinaSat 4B

Der Start in Wenchang endete nach einer Anomalie im Flug. Bestätigt ist ein einzelner Kommunikationssatellit; die Ursache wird noch untersucht.

Ein Start der chinesischen Trägerrakete Long March 7A ist am 10. August in Wenchang auf der Insel Hainan gescheitert. An Bord befand sich der Kommunikationssatellit ChinaSat 4B. Während des Fluges trat eine Anomalie auf, die Mission konnte nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Die Ursache wird untersucht.

Gestartet wurde ein einzelner Satellit, nicht eine Gruppe mehrerer Raumfahrzeuge. ChinaSat 4B wird in den verfügbaren Berichten als Kommunikationssatellit bezeichnet. Eine Mission mit mehreren militärischen Kommunikationssatelliten ist dort nicht beschrieben.

Auch die oft genannte Zeitangabe von rund 85 Sekunden bis zu einer Explosion ist bislang nicht Teil der offiziellen Darstellung. Sichtbare Aufnahmen können einen ungefähren Zeitpunkt eines Zerfalls zeigen, doch für die technische Analyse ist entscheidend, wann die ersten Parameter vom Soll abwichen. Diese Information liefern vor allem Telemetriedaten.

Long March 7A ist nicht identisch mit der ursprünglichen Long March 7, deren Erstflug 2016 stattfand. Die 7A-Variante startete erstmals im März 2020. Dieser Jungfernflug scheiterte ebenfalls.

Danach kehrte die Rakete erfolgreich in den Betrieb zurück. Noch am 27. Mai 2026 brachte eine Long March 7A einen experimentellen Kommunikationstechnologie-Satelliten in die vorgesehene Umlaufbahn. Der Entwickler sprach zu diesem Zeitpunkt von einem ausgereiften technischen Zustand und einer höheren geplanten Startfrequenz.

Der aktuelle Fehlschlag unterbricht eine längere erfolgreiche Phase. Für die weitere Planung wird entscheidend sein, ob ein einzelnes Bauteil, die Fertigung, die Startvorbereitung oder ein grundsätzliches Systemproblem als Ursache identifiziert wird. Bei einem isolierten Fehler kann eine Rückkehr zum Flugbetrieb vergleichsweise schnell erfolgen. Bei einem Problem, das mehrere Raketen betrifft, sind zusätzliche Prüfungen und Verzögerungen wahrscheinlicher.

Für Europa ist der Vorfall vor allem aus technologischer und raumfahrtpolitischer Sicht relevant. Der Markt für Kommunikationssatelliten und Trägerkapazität wird von nationalen Programmen und kommerziellen Anbietern geprägt, die über Zuverlässigkeit und Startkadenz konkurrieren.

Die kommenden Wochen dürften zeigen, wie stark China den Zeitplan der Long-March-7A-Serie anpassen muss. Maßgeblich wird sein, ob die Untersuchung einen eng begrenzten Defekt oder einen Fehler mit Folgen für weitere Fahrzeuge findet.

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