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Bundeswehr erhält F-35: Erste deutsche Maschine absolviert Probeflug in den USA

Die Bundeswehr hat 35 F-35A-Kampfflugzeuge bestellt. Die ersten acht bleiben zunächst in den USA zur Ausbildung von Piloten und Technikern. Ab 2027 sollen die Jets auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel stationiert werden und den Tornado ersetzen. Der F-35 gilt als hochentwickelt, aber auch als störanfällig und teuer.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Die Bundeswehr hat einen wichtigen Schritt bei der Modernisierung ihrer Luftwaffe gemacht: Die erste F-35A Lightning II der deutschen Luftwaffe hat zu einem Probeflug abgehoben. Das teilte das Verteidigungsministerium mit. Der Jet befindet sich noch in den Vereinigten Staaten, wo er für Ausbildungszwecke eingesetzt wird. Deutschland hat insgesamt 35 Maschinen des US-Herstellers Lockheed Martin bestellt.

Die ersten acht deutschen F-35 bleiben zunächst in den USA, damit dort Piloten und Techniker ausgebildet werden können. Ab 2027 sollen die ersten Jets auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel stationiert werden. Dort werden sie den in die Jahre gekommenen Tornado ersetzen. Der Tornado ist seit den 1980er Jahren im Dienst und gilt als veraltet. Mit der F-35 erhält die Luftwaffe ein Kampfflugzeug der fünften Generation, das nicht nur durch Geschwindigkeit und Bewaffnung überzeugt, sondern vor allem durch seine Fähigkeit, schwer entdeckt zu werden und ein umfassendes Lagebild zu erstellen.

Die F-35 ist das Ergebnis eines multinationalen Entwicklungsprogramms, an dem sich neben den USA auch Großbritannien, die Niederlande, Australien, Dänemark, Norwegen, die Türkei, Italien, Kanada und weitere Länder beteiligen. Sie wurde als Mehrzweckkampfflugzeug konzipiert und kann eine Vielzahl von Aufgaben bewältigen: Luftüberlegenheit, präzise Bodenangriffe, Aufklärung und elektronische Kriegsführung. Ihre Stärke liegt in der Kombination aus Stealth-Technologie, modernster Sensorik und Avionik sowie hoher Kompatibilität im Nato-Bündnis.

Die Stealth-Eigenschaften der F-35 verringern ihre Radarsignatur erheblich, sodass sie schwieriger von feindlichen Radarsystemen erfasst werden kann. Dies soll es ihr ermöglichen, unbemerkt in feindlichen Luftraum einzudringen und Überraschungsangriffe durchzuführen. Die Sensoren und Avioniksysteme integrieren Informationen aus verschiedenen Quellen zu einem präzisen Lagebild, das dem Piloten ein umfassendes Situationsbewusstsein vermittelt. Obwohl die F-35 nicht für extreme Luftkämpfe ausgelegt ist, verfügt sie über gute Manövrierfähigkeit und kann hohe Geschwindigkeiten erreichen.

Allerdings ist die F-35 auch für ihre technischen Probleme bekannt. Einem Bericht des US-Rechnungshofs zufolge waren im Februar 2022 insgesamt 36 US-Maschinen aufgrund von Triebwerksproblemen nicht einsatzbereit. Die Fehlerquote der F-35 sei sechsmal so hoch wie der Durchschnitt der US-Luftwaffe. Auch Südkorea meldete zwischen Januar 2021 und Juni 2022 insgesamt 234 Fehlermeldungen bei seinen 40 Maschinen. 172 Mal wurde eine F-35 als «nicht flugfähig» eingestuft, 62 Mal als «nicht einsatzbereit». Die Fehlerquote liegt damit mehr als doppelt so hoch wie in der restlichen südkoreanischen Luftwaffe.

Kritik an der F-35 kommt auch aus den USA selbst. Der Marineoffizier Dan Grazier kritisierte 2019 einen «Mangel an Fortschritten in fast allen Bereichen der F-35». Der für Strategie und Beschaffung zuständige Vize-Chef der US-Luftwaffe stellte im April 2021 die Tauglichkeit der F-35 für Hightech-Kriegsszenarien gegen China infrage. Der damalige US-Verteidigungsminister Christopher Miller bezeichnete die F-35 Ende 2020 sogar als «Schrotthaufen» und «Monster, erschaffen vom Pentagon».

Die technischen Probleme sind auch deshalb gravierend, weil das Kampfflugzeug teuer ist. Der Preis für eine F-35A liegt bei etwa 80 bis 90 Millionen US-Dollar. Die Varianten F-35B und F-35C sind etwas teurer. Entscheidend sind jedoch die Kosten über den gesamten Lebenszyklus, einschließlich Instandhaltung, Betrieb und Aufrüstung. Für Deutschland enden die Investitionen also nicht mit dem Kaufpreis.

Die F-35 ist in drei Hauptvarianten erhältlich: Die F-35A für konventionelle Start- und Landeoperationen, die F-35B für senkrechte Starts und Landungen sowie die F-35C für den Einsatz auf Flugzeugträgern. Alle Varianten können mit modernsten gelenkten Luft-Boden- und Luft-Luft-Raketen bestückt werden. Die Bundeswehr hat sich für die F-35A entschieden, die auch für Atomwaffen geeignet ist. Damit bleibt Deutschland in der nuklearen Teilhabe der Nato eingebunden.

Die Stationierung in Büchel ist Teil der deutschen Verteidigungsstrategie. Der Fliegerhorst beherbergt bereits US-Atomwaffen, die im Rahmen der nuklearen Teilhabe von deutschen Tornados getragen werden könnten. Mit der F-35 wird diese Fähigkeit erhalten und modernisiert. Die Ausbildung der deutschen Piloten und Techniker in den USA soll sicherstellen, dass die Luftwaffe ab 2027 voll einsatzfähig ist.