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Waffenruhe ermöglicht Hilfstransporte in die Frontstadt Oleschky

Nach einer von Melania Trump vermittelten Kampfpause sollen Hilfsgüter die russisch besetzte Stadt Oleschky im Süden der Ukraine erreichen. Die Route ist von Minen geräumt, Evakuierungen sind geplant.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Eine von der First Lady der USA, Melania Trump, vermittelte humanitäre Hilfsaktion für die russisch besetzte Frontstadt Oleschky im Süden der Ukraine tritt in ihre entscheidende Phase. Nach Angaben der russischen Menschenrechtsbeauftragten Jana Lantratowa ist die Route inzwischen von Minen und Blindgängern geräumt. Zudem steht ein Zeitplan für die Ausgabe von Hilfsgütern und die Abreise evakuierungswilliger Bewohner fest.

Von Dienstag bis einschließlich Sonntag gilt eine örtlich begrenzte Waffenruhe für Oleschky und Umgebung. Davon profitiert auch die Gebietshauptstadt Cherson, die am gegenüberliegenden Ufer des Flusses Dnipro liegt. Die Feuerpause soll Transporte in und aus der Stadt ermöglichen, die sonst durch Drohnenangriffe und Minen verhindert würden.

Melania Trump bestätigte die Räumung der Minen unter Verweis auf den ukrainischen Menschenrechtsbeauftragten Dmytro Lubinez. «Alle gemeinsam von der Ukraine und Russland festgelegten Routen wurden für eine sichere Passage freigegeben», schrieb die First Lady auf der Plattform X. Damit sei die Lieferung von Lebensmitteln, Trinkwasser, Arzneimitteln und anderen lebenswichtigen Hilfsgütern für die Frontstadt möglich.

Laut Lantratowa und Lubinez soll die Fahrzeugkolonne zunächst das örtliche Krankenhaus ansteuern. Ab 13:30 Uhr Ortszeit, also 12:30 Uhr MEZ, sollen die Hilfsgüter ausgegeben werden. Eine halbe Stunde vorher sollen sich alle Abreisewilligen eingefunden haben. Beide Menschenrechtsbeauftragten dankten der First Lady in parallelen Erklärungen für ihr persönliches Engagement, ihre Vermittlung und Koordination. Das weitere Vorgehen wollen sie dem Vernehmen nach mit US-Vertretern abstimmen.

Nach Auskunft Lantratowas sollen Dutzende Tonnen humanitärer Güter in die Frontstadt gebracht werden, vor allem Lebensmittel wie Mehl, Getreide, Zucker, Speiseöl sowie Fleisch- und Fischkonserven. Hinzu kommen Hygienemittel und Treibstoff für Notstromgeräte. Das zentrale Krankenhaus erhält zudem Medikamente wie Antibiotika und Insulin. Ein Teil der Güter stammt laut den Angaben aus dem Team der russischen Menschenrechtsbeauftragten, ein anderer vom Russischen Roten Kreuz. Die Ausgabe erfolgt gemeinsam mit Lubinez.

Nach Angaben des Internetportals «Ukrajinska Prawda» haben sich mehrere Hundert Menschen aus Oleschky in eine Evakuierungsliste eingetragen. In der Frontstadt sollen noch etwa 1.500 von ehemals rund 24.000 Bewohnern leben. Informationen der Nachrichtenseite «Hromadske» zufolge könnten dank der Feuerpause zudem rund 100 Leichen aus dem Keller des örtlichen Krankenhauses abtransportiert werden, die dort seit Monaten gelagert wurden.

Am ukrainisch kontrollierten Ufer des Dnipro wurde die Waffenruhe bereits intensiv genutzt. Aufnahmen aus Cherson zeigten starken Autoverkehr und ungewohnt viele Menschen auf den Straßen. Geflüchtete Stadtbewohner nutzten die Feuerpause nach Berichten, um nach ihrem zurückgelassenen Hab und Gut zu sehen. Auch sonst stark beschossene Stadtteile in unmittelbarer Flussnähe wirkten auf den Aufnahmen belebt.

Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Lubinez reiste persönlich in den russisch besetzten Teil der Ukraine. Videoaufnahmen zeigen, wie er im belarussischen Gomel in ein russisches Flugzeug stieg. Zur Begründung schrieb er auf Telegram: «Warum fahre ich persönlich dorthin? Weil es wichtig ist, vor Ort zu sein, wenn es um die Rettung von Menschen geht.» Ziel sei es, die ukrainische Öffentlichkeit über den Verlauf der Aktion zu informieren. Er warnte zugleich vor voreiligen Schlussfolgerungen und verwies auf die langwierigen und schwierigen Verhandlungen. Sein Pressedienst begründete den Weg über Belarus und Russland mit der Verminung der Frontgebiete.

Oleschky war unmittelbar nach Kriegsbeginn im Februar 2022 von russischen Truppen besetzt worden. Seit dem Abzug der russischen Truppen aus Cherson im November 2022 ist die Stadt Frontstadt. Die US-Regierung drängt die Ukraine seit längerem zu Kompromissen für einen Friedensschluss mit Russland.

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