Wireva

Schüsse aus Auto bei Paris: Ein Toter und mehrere Verletzte

Bei einer Schussattacke aus einem fahrenden Auto in Trappes und La Verrière westlich von Paris ist ein Mensch getötet und mindestens vier weitere Personen verletzt worden, darunter ein zwölfjähriges Kind. Die Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines möglichen rassistischen und islamfeindlichen Hintergrunds. Der Verdächtige wurde festgenommen.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Bei einer Schussattacke aus einem fahrenden Auto in den Gemeinden Trappes und La Verrière im Département Yvelines westlich von Paris ist am Vormittag ein Mensch getötet und mindestens vier weitere Personen teils schwer verletzt worden. Unter den Verletzten befindet sich nach Angaben der Behörden ein zwölfjähriges Kind, das zwischen Leben und Tod schwebt. Der mutmaßliche Täter wurde kurze Zeit später festgenommen. Die Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen.

Nach Darstellung der Polizei schoss der Mann gegen 10.30 Uhr an drei verschiedenen Orten aus seinem Wagen heraus. Zunächst feuerte er in Trappes, anschließend fuhr er in die angrenzende Gemeinde La Verrière weiter und setzte die Schüsse dort fort. Der Bürgermeister von La Verrière, Nicolas Dainville, sagte dem Sender BFMTV, die zwölfjährige Verletzte sei von acht Schüssen getroffen worden. Der Bürgermeister von Trappes, Ali Rabeh, erklärte, das Mädchen schwebe in Lebensgefahr. Der Angreifer habe wahllos geschossen und offensichtlich ein Blutbad anrichten wollen, sagte Rabeh.

Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft teilte mit, sie habe eine Untersuchung unter anderem wegen des Verdachts auf gezielte Tötung im Zusammenhang mit einem terroristischen Vorhaben, der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung zur Vorbereitung von Straftaten gegen Personen sowie des Waffenbesitzes eingeleitet. Dabei werde berücksichtigt, dass die Tat aufgrund der tatsächlichen oder vermeintlichen Zugehörigkeit des Opfers zu einer bestimmten angeblichen Rasse, ethnischen Gruppe, Nation oder Religion begangen worden sei. Bei dem Verdächtigen handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um einen 1987 geborenen Mann. Sein Strafregister weise vier Verurteilungen auf, die von Rechts wegen getilgt seien. Bei der Durchsuchung seines Fahrzeugs wurden eine Maschinenpistole und eine Tränengasgranate entdeckt. Seine Wohnung wurde am Abend durchsucht; da für die Durchsuchung seine Anwesenheit erforderlich sei, habe er bislang noch nicht von den Ermittlern vernommen werden können, hieß es.

Innenminister Laurent Nuñez bezeichnete den Vorfall als terroristische Tat. Der Élysée-Palast sprach Medienberichten zufolge von einem rassistischen Terroranschlag. Präsident Emmanuel Macron zeigte sich auf der Plattform X tief erschüttert und würdigte die Arbeit der Sicherheitskräfte. Anschließend stattete er der betroffenen Gemeinde Trappes einen Besuch ab, um mit Einsatzkräften zu sprechen. Auch der frühere Präsident François Hollande äußerte sich: Angesichts des schrecklichen Anschlags sei nationale Solidarität gefragt, denn die abscheuliche Tat sei vom rassistischen Hass geprägt. Die rechtsnationale Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen nannte den Vorfall ein barbarisches Blutbad, dessen Motive aufgeklärt und dessen Verantwortliche hart bestraft werden müssten.

Der Bürgermeister von Trappes, Ali Rabeh, hielt insbesondere einen islamfeindlichen Hintergrund für möglich. Objektiv betrachtet handele es sich um einen Anschlag mit rassistischem, wahrscheinlich islamophobem Hintergrund, sagte er. Die Menschen, die heute ins Visier genommen worden seien, hätten auch seine Mutter, seine Brüder oder seine Schwägerinnen sein können. Der muslimische Dachverband Frankreichs (CFCM) zeigte sich entsetzt und warnte vor den Folgen von Hassreden, Stigmatisierung und der Suche nach Sündenböcken, die von bestimmten Medien und politischen Verantwortlichen mitgetragen und dadurch in der öffentlichen Debatte zunehmend banalisiert würden. Sollte sich der rassistische und islamfeindliche Charakter des Angriffs bestätigen, wäre er ein tragisches Beispiel für die Gefahren von Hassideologien. Der Verband rief die Musliminnen und Muslime in Frankreich zu äußerster Wachsamkeit auf.

Die Tat ereignet sich in einer ohnehin äußerst angespannten Lage. Am vergangenen Wochenende war es am Rande von Protesten wegen hoher Lebenshaltungskosten und Problemen im Bildungssystem zu schweren Ausschreitungen und Plünderungen von Geschäften gekommen. Für Samstag werden erneut Proteste erwartet, denen die Sicherheitskräfte mit erhöhter Aufmerksamkeit entgegensehen.

Same event, other desks

Story file →