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Bei Gen-Z-Demo in Frankfurt Böller und Flaschen gegen Polizisten

Bei einer Jugenddemo in Frankfurt eskalierte die Lage am Abend: Polizisten wurden mit Böllern und Flaschen angegriffen, Scheiben gingen zu Bruch. Die Initiative «Gen Z regelt» hatte friedlichen Protest für mehr soziale Gerechtigkeit angekündigt.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Bei den Jugendprotesten der Initiative «Gen Z regelt» ist es am Abend in Frankfurt zu Gewalt gekommen. Böller und Flaschen flogen gegen Polizisten, auch Scheiben gingen zu Bruch. Die Demonstration, bei der Tausende über Wohnungen und Generationengerechtigkeit sprechen wollten, geriet dadurch aus dem Ruder.

Nach ersten Erkenntnissen des hessischen Innenministers Roman Poseck (CDU) wurden in Frankfurt mehrere Polizisten verletzt. Die Gewalt überdeckte damit die eigentlichen Anliegen der Protestierenden. Der Tag war bis dahin weitgehend friedlich verlaufen, bevor es nach dem offiziellen Ende der Kundgebungen zu den Zwischenfällen kam. Die Ausschreitungen trafen damit genau jene Veranstaltung, die die Initiative als Forum für Fragen nach Wohnraum und fairer Verteilung zwischen den Generationen verstanden wissen wollte.

Die Initiative «Gen Z regelt» hatte bundesweit zu friedlichen Demonstrationen in mehr als 30 Städten aufgerufen. Sie fordert mehr Geld für Schulen, Suchthilfe und Psychotherapie, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten, soziale Gerechtigkeit und mehr Klimaschutz. Die Einführung einer Wehrpflicht lehnt sie ab, ebenso einen Ausbau staatlicher Überwachung. Zugleich forderte sie, die Anliegen junger Menschen stärker in die politische Debatte einzubringen.

Bundesweit beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter mehr als 100.000 Menschen, kurz vor 20 Uhr sprach der Sprecher des Presseteams von dieser Zahl, während aus sechs bis acht Städten noch Zahlen fehlten. Die bundesweiten Polizeizahlen lagen zunächst nicht vor, in einigen Städten fielen sie niedriger aus als die Angaben der Veranstalter. Ein Sprecher des Presseteams, der nur unter seinem Vornamen Amadeo auftritt, erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: «Heute haben hunderttausend Menschen gezeigt, wofür sie auf die Straße gehen.» Was nach dem Ende der Kundgebungen passiert sei, darauf habe die Initiative keinen Einfluss gehabt. Auf der Homepage konnte man sich mit einem Klick als Teilnehmer vormerken lassen.

Auch in Berlin kam es zu Zwischenfällen. Rund 700 Menschen versammelten sich am frühen Abend am Rosenthaler Platz und starteten einen Protestzug, der von der Polizei vorzeitig beendet wurde. Als Grund nannte eine Polizeisprecherin Steinwürfe auf Polizisten sowie das Abbrennen von Pyrotechnik; einige Teilnehmer wurden vorübergehend festgenommen. Die Polizei ordnete den Veranstalter dem linken Spektrum zu, auch Teilnehmer der propalästinensischen Szene waren vor Ort. Der Protestzug stand im Kontext der bundesweiten Jugendproteste, war aber nicht Teil der Demonstrationen der Initiative. Bei deren Veranstaltung am Brandenburger Tor hatten am Nachmittag Tausende friedlich demonstriert.

Auch in weiteren Städten gab es Ausschreitungen: In Berlin wurden Flaschen-, Böller- und Eierwürfe gemeldet, aus Hamburg brennende Barrikaden, in Hannover, Köln und Bremen vereinzelte Zwischenfälle. In einigen Städten setzte die Polizei Wasserwerfer ein. Im Nachbarland Frankreich verlief der Abend ruhiger, obwohl dort 320.000 Menschen an Demonstrationszügen teilnahmen, 70.000 davon in Paris; das französische Innenministerium meldete bis 20 Uhr 511 Festnahmen, in Paris und Lyon setzten Ordnungskräfte Tränengas ein.

Die Gewerkschaft der Polizei zog eine gemischte Bilanz. Der Vorsitzende für den Bereich Bundespolizei, Andreas Roßkopf, sagte der «Rheinischen Post»: «Die Proteste der Gen Z haben sich als sehr friedlich rausgestellt.» Nach dem Ende der eigentlichen Veranstaltungen habe sich die Lage in einigen Städten jedoch zugespitzt. Die Gewalt sei von autonomen und zum Teil vermummten Personen ausgegangen. Wo nötig, habe die Polizei konsequent und massiv eingegriffen, die Einsatzkräfte blieben in Bereitschaft. Massive Sachbeschädigungen seien bislang ausgeblieben.

Die Initiative kündigte an, in drei Wochen erneut junge Menschen für Aktionen mobilisieren zu wollen und sich an den europaweiten Protesten am 20. November zu beteiligen. Für sie sei der jetzige Tag nur der erste Schritt.