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Russland zieht Elite-Drohneneinheit Rubicon aus Donezk ab

Nach schweren ukrainischen Angriffen hat Russland offenbar Einheiten seiner Elite-Drohneneinheit Rubicon von der Front im Norden des Gebiets Donezk abgezogen. Das ukrainische 3. Armeekorps meldet die Zerstörung von Logistik, Munitionsdepots und Drohnenstartplätzen. Selenskyj warnt unterdessen vor einem «astronomischen» Haushaltsloch, und eine Drohne trifft den Kühlturm des russischen Kernkraftwerks Kursk.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Das ukrainische 3. Armeekorps hat am 18. September mitgeteilt, dass Russland Einheiten seiner Elite-Drohneneinheit Rubicon von der Frontlinie im Norden des Gebiets Donezk abgezogen hat. Die Einheit erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Ukrainska Prawda, die Kämpfer des 3. Korps hätten das Führungssystem von Rubicon lahmgelegt. Dabei seien Logistik, Munitionsdepots, Drohnenstartplätze, neu aufgestellte Einheiten sowie erfahrene UAV-Operatoren zerstört worden. Von russischer Seite gab es zu dem Vorgang keine Stellungnahme.

Das Rubicon-Zentrum für fortschrittliche unbemannte Technologien ist eine weitverzweigte russische Drohneneinheit und bildet den Kern der kürzlich gegründeten Teilstreitkraft für unbemannte Systeme innerhalb der russischen Armee. Der Abzug dieser Einheit aus dem Norden Donezks deutet auf erhebliche operative Schwierigkeiten hin. Die Angaben des ukrainischen Militärs konnten zunächst nicht unabhängig bestätigt werden.

Unterdessen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj das Haushaltsloch seines Landes als «astronomisch» bezeichnet. Bei einem von ihm einberufenen Gipfel von Karpaten-Staaten im westukrainischen Gebiet Iwano-Frankiwsk sagte er, es gebe bereits einige Vereinbarungen, um das Defizit zu beheben. Die genaue Höhe nannte er nicht. Im August hatte er das Loch noch mit umgerechnet rund 23,5 Milliarden Euro beziffert.

Selenskyj verwies auf ein Telefonat vom Donnerstag mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, nachdem Brüssel weitere 3,3 Milliarden Euro an Kiew überwiesen hatte. Diese Mittel sollen dem Präsidenten zufolge sofort in die Produktion von Drohnen und Raketen fließen. Nach Angaben aus dem parlamentarischen Haushaltsausschuss wurden die staatlichen Investitionen bis Jahresende eingefroren. Für das kommende Jahr erwartet die Ukraine zur Finanzierung des geplanten Etats von umgerechnet mehr als 141 Milliarden Euro fast 46 Milliarden Euro aus dem Ausland.

Die finanziellen Engpässe haben bereits konkrete Folgen: Das Bauunternehmen Autostrada teilte am Donnerstag mit, aufgrund eines Zahlungsstopps der Regierung die Arbeit an staatlich finanzierten Projekten einzustellen. Auf die Straßen- und Tiefbaufirma entfielen 2025 nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax Ukraine etwa 30 Prozent des Umsatzes der zehn größten ukrainischen Baufirmen. Eine offizielle Erklärung dazu gab es nicht, wenngleich Finanzminister Serhij Martschenko zuvor «Liquiditätsprobleme» eingeräumt hatte.

Im Grenzgebiet Kursk ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) der Kühlturm des russischen Kernkraftwerks Kursk von einer Drohne getroffen worden. Die IAEA sei informiert worden, dass das Atomkraftwerk zur Zeit des Vorfalls am Donnerstag in Betrieb gewesen sei. Es sei jedoch kein Feuer ausgebrochen, und der Betriebsstatus sei beibehalten worden. IAEA-Chef Rafael Grossi wies erneut darauf hin, dass jegliche Angriffe auf Atomanlagen die nukleare Sicherheit gefährden könnten und deshalb inakzeptabel seien. Grossi rief zu militärischer Zurückhaltung auf, «um das Risiko eines Atomunfalls zu verhindern».

Bundeskanzler Friedrich Merz appelliert an die Regierungen anderer EU-Staaten, mehr Geld für den Abwehrkampf der Ukraine gegen Russland bereitzustellen. In einer gemeinsamen Erklärung mit den Regierungschefs von Dänemark, den Niederlanden, Österreich und Finnland schreibt der CDU-Politiker, ein stärkeres Engagement anderer Mitgliedstaaten sei «sowohl angemessen als auch dringend erforderlich». Gemeinsam mit Schweden leisten die fünf Länder nach eigenen Angaben derzeit rund 70 Prozent der bilateralen Ukraine-Hilfe der EU-Staaten. Konkrete Adressaten nennen die fünf Regierungschefs in dem vom Nachrichtenmagazin Politico veröffentlichten Text nicht. Gemessen an ihrer Wirtschaftskraft stellten etwa Italien, Frankreich und Spanien zuletzt vergleichsweise wenig Geld für die Ukraine bereit.

Die humanitäre Lage im russisch besetzten Oleschki in der südukrainischen Region Cherson hat sich unterdessen massiv verschlechtert. Rund 2.000 Menschen, darunter etwa 50 Kinder, leben nach Angaben der ukrainischen Stadtverwaltung noch dort. Der Menschenrechtsbeauftragte der ukrainischen Regierung, Dmytro Lubinets, erklärte, diese Menschen müssten «aus dieser Hölle gerettet werden». Ein Bewohner sagte, die Menschen seien verzweifelt und liefen einfach über verminte Straßen. Im Frühjahr konnten Freiwillige noch Menschen mit Fahrzeugen aus Oleschki bringen, inzwischen sei das wegen Drohnenangriffen nicht mehr möglich. Die letzte erfolgreiche Lebensmittellieferung erreichte Oleschki nach Angaben der Stadtverwaltung am 26. Mai. Weitere Versuche seien von russischen Drohnen angegriffen worden. Im örtlichen Krankenhaus fehlten zudem Medikamente, Strom und fließendes Wasser. Einige Bewohner versuchen deshalb, zu Fuß ins benachbarte Radensk zu gelangen.

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