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Chodorkowski: Putin wird im Amt sterben

Der russische Oppositionelle Michail Chodorkowski warnt in Berlin vor einer weiteren Eskalation durch Wladimir Putin und bezweifelt ein Ende des Ukraine-Kriegs zu dessen Lebzeiten. Die Ukraine greift unterdessen einen russischen Militärflugplatz an und kündigt neue Schläge gegen die Ölinfrastruktur an.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Der russische Regierungsgegner Michail Chodorkowski rechnet nicht damit, dass der Ukraine-Krieg und der Großkonflikt zwischen Russland und Europa enden, solange Wladimir Putin an der Macht ist. Vor Journalisten in Berlin sagte der frühere Ölmagnat, er erwarte nicht, dass nach Putin etwas Schlimmeres komme. «Alles, was man verschlimmern kann, wird Putin tun», so Chodorkowski. Er werde eskalieren, wenn es seinen Interessen diene.

Auf die Frage nach der Zukunft des 74-jährigen Kremlchefs antwortete Chodorkowski: «Wird Putin im Amt sterben? Sehr wahrscheinlich.» Bestenfalls könne es gelingen, den Krieg einzufrieren und eine begrenzte Deeskalation zu erreichen. Ein möglicher Nachfolger müsse zunächst seine Macht in Russland festigen. Die Möglichkeiten einer Eskalation gegen Europa werde Putin bereits ausgereizt haben, sagte Chodorkowski in der Denkfabrik Liberale Moderne. Er erwarte, dass nach Putin Institutionen wie der russische Sicherheitsrat, das Parlament und die Regionen wieder mehr Einfluss gewinnen. Eine Demokratisierung westlichen Zuschnitts werde dies nicht sein, für die Russen werde es aber spürbar leichter.

Der 63-jährige Chodorkowski war als Chef des Ölkonzerns Yukos einer der wohlhabendsten Männer Russlands. Als er begann, Putin zu kritisieren, wurde er 2003 verhaftet und kam erst zehn Jahre später aus der Haft frei. Im Exil gilt er als eine wichtige Stimme der stark zersplitterten russischen Opposition.

Unterdessen setzt die Ukraine ihre Angriffe auf militärische Ziele tief im russischen Hinterland fort. In der Nacht zum Donnerstag soll sie den Militärflugplatz Borisoglebsk in der Region Woronesch mit Raketen angegriffen haben. Das berichtet die ukrainische Zeitung «Ukrajinska Prawda» unter Berufung auf Militärbeobachter. Demnach kam es zu mindestens einer heftigen Explosion und einem großen Brand. Videos in sozialen Netzwerken zeigen einen gewaltigen Feuerball. Auf dem Flugplatz werden russische Kampfjets und Bomber der Typen Su-34 und Su-35 eingesetzt, die auch für Angriffe mit gelenkten Fliegerbomben auf die Ukraine genutzt werden. Zudem befinden sich dort Berichten zufolge Munitions- und Treibstofflager. Der Gouverneur der Region Woronesch, Alexander Gussew, hatte zuvor vor Raketenangriffen gewarnt.

Russland baut unterdessen einen neuen Stützpunkt für den Start von düsengetriebenen Drohnen in der südwestlichen Region Rostow nahe der ukrainischen Grenze. Satellitenbilder der Anbieter Planet Labs und Airbus zeigen, dass auf einem am 31. August noch unbebauten Feld inzwischen eine Anlage entstanden ist, die etwa 126 Fußballfelder groß ist. Die Bauzeit betrug lediglich sechs Wochen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte an, die großangelegten Angriffe auf russische Ölraffinerien wieder aufzunehmen. «Das Verbot, Raffinerien anzugreifen, ist aufgehoben. Damit ist Schluss», erklärte er laut einem Bericht der «Financial Times». Als Grund nannte Selenskyj schwindendes Vertrauen in US-Präsident Donald Trump. Dieser habe den Zugang zu Starlink bewusst blockiert, die Maßnahme gegenüber Kiew jedoch als technische Störung dargestellt. Dies habe Operationen an der Front und Angriffe auf russische Militärstellungen erschwert. Auch die ausgebliebenen Warnungen vor ballistischen Raketen, durch die Anfang der Woche sechs Menschen ums Leben kamen, habe Trump auf schlechtes Wetter zurückgeführt. Selenskyj widerspricht: «Es war kein technisches Problem, es war sein Wille.» Zudem kritisierte er Trumps Bestrebungen, ein Diesel-Abkommen mit Russland abzuschließen, sowie dessen positive Haltung gegenüber Putin. Ein Ende der Angriffe auf die Energieinfrastruktur komme nur infrage, wenn die Ukraine im Gegenzug weitere Patriot-Abfangraketen aus den USA erhalte.

Vor der Küste Rumäniens brennen regelmäßig Schiffe, Drohnen dringen in den Luftraum des Nato-Landes ein. Bukarest will deshalb ein gemeinsames Militärkommando im Schwarzen Meer einrichten. Der Krieg rückt damit näher an Europas Grenzen.

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