Der Science-Fiction-Fernsehfilm «The People» aus dem Jahr 1972 vereinte William Shatner und Kim Darby vor der Kamera. Doch die beiden Schauspieler hatten bereits vorher gemeinsam gedreht – in einer «Star Trek»-Episode, die bis heute als eine der kontroversesten der Serie gilt.
«The People» basiert auf dem gleichnamigen Roman von Zenna Henderson und spielt in einer ländlichen Gemeinde, in der eine Lehrerin auf eine Gruppe von Außerirdischen trifft, die sich als Menschen ausgeben. Shatner verkörperte in dem Film die männliche Hauptrolle, während Darby die weibliche Hauptrolle übernahm. Der Film wurde 1972 im US-Fernsehen ausgestrahlt und blieb lange Zeit ein Geheimtipp unter Science-Fiction-Fans.
Die Verbindung zwischen Shatner und Darby reicht jedoch weiter zurück. Bereits 1967 standen beide für die «Star Trek»-Episode «The Omega Glory» gemeinsam vor der Kamera. Darin geht es um einen Planeten, auf dem die Besatzung der Enterprise auf eine primitive Gesellschaft trifft, die seltsame Ähnlichkeiten mit der amerikanischen Verfassung aufweist. Die Episode wurde von Fans und Kritikern gleichermaßen zwiespältig aufgenommen, da sie als ungewöhnlich patriotisch und in ihrer Handlung als verwirrend empfunden wurde. Dennoch gilt sie als bemerkenswert, weil sie zwei Darsteller zusammenbrachte, die später in «The People» erneut ein Paar spielten.
Kim Darby war zu diesem Zeitpunkt bereits ein bekannter Fernsehstar. Sie hatte 1969 in «True Grit» an der Seite von John Wayne gespielt und dafür viel Kritikerlob erhalten. Ihr Auftritt in «Star Trek» fiel in eine Phase, in der die Serie bereits um ihre Zukunft bangte. Die Episode «The Omega Glory» wurde erstmals am 1. März 1968 ausgestrahlt und war eine der letzten der zweiten Staffel.
William Shatner war zu diesem Zeitpunkt längst das Gesicht der Serie. Seine Darstellung des Captain James T. Kirk prägte das Bild des charismatischen Raumschiffkommandanten. Wie sehr sein Spiel die gesamte Besetzung beeinflusste, zeigt ein Bericht von Leonard Nimoy, der später erklärte, er habe Spocks Verhalten an Shatners energiegeladene Darstellung angepasst. Im Vergleich zu Jeffrey Hunter, der in dem ursprünglichen Pilotfilm «The Cage» Captain Pike gespielt hatte, sei Kirks Art direkter und emotionaler gewesen, was Nimoys Spock zu einer zurückhaltenderen, logischeren Figur gemacht habe.
Die Verbindung zwischen «The People» und «Star Trek» ist ein Beispiel dafür, wie eng die Wege in der Science-Fiction-Szene der 1960er und 1970er Jahre waren. Viele Darsteller traten in verschiedenen Produktionen des Genres auf, und Regisseure besetzten gern bekannte Gesichter aus dem Fernsehen. «The People» ist heute vor allem für seine Besetzung und seine ungewöhnliche Mischung aus Science-Fiction und ländlichem Drama in Erinnerung geblieben.
Für Fans von «Star Trek» bleibt die Episode «The Omega Glory» ein Kuriosum. Sie zeigt, wie die Serie in ihrer zweiten Staffel mit gesellschaftlichen Themen experimentierte, auch wenn das Ergebnis nicht immer überzeugte. Die Tatsache, dass Shatner und Darby später in «The People» erneut zusammenarbeiteten, unterstreicht die anhaltende Verbindung zwischen den beiden Produktionen und ihren Darstellern.