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Heer soll kostengünstige Marschflugkörper erhalten

Das Deutsche Heer plant die Beschaffung von kostengünstigen Marschflugkörpern mit 1.500 Kilometern Reichweite, um gegnerische Flugabwehr zu übersättigen. Heeresinspekteur Christian Freuding bestätigte die Entscheidung.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Das Deutsche Heer will seine Fähigkeiten zur Bekämpfung weit entfernter Ziele deutlich ausbauen. Wie Heeresinspekteur Christian Freuding mitteilte, ist die Entscheidung für die Beschaffung sogenannter Low Cost Cruise Missiles gefallen. Mit diesen kostengünstigen Marschflugkörpern sollen Ziele in einer Tiefe von etwa 1.500 Kilometern massiert angegriffen und gegnerische Flugabwehrsysteme übersättigt werden können.

Freuding äußerte sich beim Parlamentarischen Abend des Förderkreises des Heeres in Berlin. Laut Redemanuskript, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag, sagte der Generalleutnant: «Wir werden damit Ziele in einer Tiefe von etwa 1.500 Kilometern massiert bekämpfen, gegnerische Flugabwehrsysteme übersättigen können.» Vor allem im Verbund mit klassischen Marschflugkörpern könne sich das ergänzen. Als Gründe nannte Freuding die Masse zur Sättigung der gegnerischen Flugabwehr sowie «hochwertige Wirkmittel für Ziele von strategischer Bedeutung».

Aus Sicht der Landstreitkräfte sei es daher richtig, auch US-Marschflugkörper dem Heer zuzuordnen. Die Bundesregierung plant, diese hochwertigen Waffensysteme in den USA zu kaufen. Für den Kauf kostengünstiger Systeme nannte Freuding keine konkreten Kandidaten. Zwei marktverfügbare Systeme stünden derzeit im Fokus, beide müssten für die Bundeswehr allerdings noch qualifiziert werden. «Ein erster Zulauf ab 2027 ist damit grundsätzlich möglich, und wir wollen das auch erreichen», erklärte Freuding.

Hintergrund der Planungen ist die Eröffnung einer Produktionsstätte des US-Rüstungsunternehmens Covenant in Leipzig zu Wochenbeginn. Dort soll ab 2027 das Waffensystem Anthem gefertigt werden. Covenant plant, im ersten Jahr 1.000 Stück zu bauen, 2028 bereits 5.000 Exemplare. Das Unternehmen will das System deutlich günstiger anbieten als bisher auf dem Markt verfügbare Systeme. Laut Covenant werde Anthem einen sechsstelligen Betrag kosten, also weniger als eine Million US-Dollar, während andere Waffensysteme dieser Art üblicherweise mehrere Millionen US-Dollar pro Stück kosten.

Die Beschaffung der kostengünstigen Marschflugkörper ist Teil einer breiteren Strategie, die Schlagkraft der Landstreitkräfte zu erhöhen und gleichzeitig Kosten zu senken. Durch die Kombination von teuren, hochpräzisen Marschflugkörpern für strategische Ziele und günstigen Systemen für den Masseneinsatz soll eine flexible und durchhaltefähige Fähigkeit entstehen. Die Qualifizierung der Systeme für die Bundeswehr steht noch aus, der Zeitplan sieht einen ersten Zulauf ab 2027 vor.

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