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Nintendo gewinnt Rechtsstreit gegen Verkauf von Switch-Pirateriegeräten

Nintendo hat vor dem Bezirksgericht Den Haag einen Sieg errungen: Der Verkauf von MIG-Switch-Geräten, die illegale Spielkopien ermöglichen, ist in Europa nun unlawful. Mehrere Websites müssen den Verkauf einstellen.

Nintendo hat einen wichtigen juristischen Erfolg im Kampf gegen Produkte erzielt, mit denen sich Switch-Spiele illegal kopieren und abspielen lassen. Das Bezirksgericht Den Haag hat entschieden, dass der Verkauf sogenannter MIG-Switch-Geräte und ähnlicher Produkte in Europa rechtswidrig ist. Das Urteil richtet sich gegen mehrere Websites, die diese Geräte bisher an europäische Kundinnen und Kunden verkauft haben. Sie müssen den Verkauf nun einstellen.

Die als MIG Switch vermarkteten Geräte sind in der Lage, die Kopierschutzmaßnahmen der Nintendo Switch zu umgehen. Dadurch können Nutzerinnen und Nutzer illegale Kopien von Spielen abspielen, die sie aus dem Internet heruntergeladen haben. Nintendo geht seit Jahren gegen Hersteller und Nutzer solcher Umgehungsgeräte vor. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen begonnen, Spieler zu bestrafen, die solche Geräte an ihren Konsolen verwendet hatten. Damals wurden die betroffenen Konsolen mit einem Bann belegt und die Online-Funktionen deaktiviert. Das neue Urteil geht nun einen Schritt weiter und verbietet den Verkauf der Geräte in Europa von Grund auf.

In einer Stellungnahme betonte Nintendo, dass die Klage nicht nur dem Schutz des eigenen geistigen Eigentums diene. Das Unternehmen handele auch im Namen der vielen Spieleentwickler weltweit, die auf legitime Verkäufe von Nintendo-Spielen angewiesen seien. Nintendo fördere Spieleentwicklung und Kreativität und unterstütze ausdrücklich die Entwickler, die rechtmäßig neue und innovative Spiele erschaffen. Gleichzeitig richtete das Unternehmen eine deutliche Warnung an die Fans: Spielerinnen und Spieler sollten vom Kauf oder der Nutzung von Umgehungsgeräten, Umgehungssoftware oder nicht autorisierten Kopien von Videospielen absehen. Dies erhöhe das Risiko, die Funktionalität und das Spielerlebnis der authentischen Nintendo-Konsolen, Spiele und Systeme zu beeinträchtigen.

Der juristische Sieg ist Teil einer ganzen Reihe von Verfahren, mit denen Nintendo gegen Piraterie vorgeht. Im vergangenen Jahr wurde ein Modder, der sich weigerte, sein Geschäft aufzugeben und sich ohne Anwalt verteidigte, zu einer Zahlung von 2 Millionen US-Dollar verurteilt. Ein besonders bekannter Fall ist der von Gary Bowser, einem Mitarbeiter eines Unternehmens, das Anti-Piraterie-Geräte verkaufte. Bowser musste eine Gefängnisstrafe verbüßen und wurde zu Schadensersatz in Höhe von 14,5 Millionen US-Dollar verurteilt. Er hat erklärt, dass er diese Schuld für den Rest seines Lebens abbezahlen werde.

Das Urteil aus Den Haag ist ein weiteres Signal an den Markt für Umgehungsgeräte. Wer solche Produkte in Europa anbietet, muss nun mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Für Nintendo bedeutet der Erfolg vor Gericht einen wichtigen Schritt, um die Kontrolle über die eigene Plattform und die wirtschaftlichen Grundlagen der Spieleentwicklung zu wahren. Ob weitere Verfahren folgen, ist nicht bekannt. Klar ist jedoch, dass das Unternehmen seine Strategie gegen Piraterie konsequent fortsetzt.

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