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Xbox Series X|S erhält FSR 4.1 von AMD

Microsoft und AMD bringen die KI-Upscaling-Technik FSR 4.1 auf die Xbox Series X|S. Die Bildqualität und Performance sollen profitieren, doch Spiele müssen von Entwicklern manuell angepasst werden.

Microsoft und AMD haben angekündigt, dass die KI-basierte Upscaling-Technik FidelityFX Super Resolution 4.1 (FSR 4.1) künftig auch auf der Xbox Series X und Series S verfügbar sein wird. Das gaben beide Unternehmen in einem gemeinsamen Video bekannt. Xbox-CTO Scott Van Vliet sprach von einem weiteren Schritt in einer über zwanzigjährigen Partnerschaft, die bereits DirectX und andere Technologien hervorgebracht habe. Ein genaues Datum für das Update nannte er nicht, nur, dass FSR 4.1 «bald» auf den Konsolen erscheinen werde.

FSR 4.1 ist eine fortschrittliche, maschinenlernbasierte räumlich-zeitliche Bildskalierung und Rekonstruktionstechnik. Sie rendert ein Spiel in einer niedrigeren Auflösung und skaliert das Bild anschließend auf eine höhere Auflösung hoch. Im Vergleich zu früheren FSR-Versionen, die vor allem auf räumlichen Algorithmen oder einfacher zeitlicher Akkumulation basierten, soll FSR 4.1 deutlich bessere Ergebnisse liefern. Allerdings fehlt es den Xbox-Konsolen an dedizierter Hardware für Machine-Learning-Algorithmen, weshalb Experten nicht mit einer Bildqualität wie auf der PS5 Pro rechnen. Dennoch dürfte die Technik, sofern sie korrekt implementiert wird, einen spürbaren Schub bei Grafik und Performance bringen.

Ein wichtiger Punkt: FSR 4.1 wird nicht automatisch auf allen Spielen laufen. Die Integration erfordert manuelle Arbeit und Tests durch die Entwickler. Spiele müssen gepatcht werden, um die neue Version zu nutzen. Als Beispiel nannte AMD das Spiel Pragmata von Capcom, dessen Konsolenversionen auf FSR 1 setzen und von 720p auf der Xbox Series S sowie 1080p auf der Xbox Series X hochskalieren. Ähnlich verhält es sich auf der PlayStation 5, wo die neue KI-Upscaling-Lösung Quick Spectral Super Resolution bislang nur in Marvel's Wolverine und Ghost of Yotei unterstützt wird. Auch dort müssen Entwickler ihre Spiele anpassen.

Die Ankündigung erfolgt nur wenige Wochen vor dem Start von Grand Theft Auto 6. Ob Rockstar Games die neue Upscaling-Technik in seinem Open-World-Titel einsetzen wird, ist bislang nicht bestätigt. Beobachter sehen jedoch einen beginnenden Wettlauf der aktuellen Konsolengeneration um die beste Spielerfahrung bei dem wohl größten Spiel des Jahres. Eine bessere Upscaling-Lösung könnte gerade auf den Basiskonsolen für flüssigere Bildraten und eine schärfere Darstellung sorgen, da GTA 6 als äußerst hardwarehungrig gilt.

Neben der Xbox Series X|S wird FSR 4.1 auch auf Radeon-Grafikkarten der RX-6000-Serie sowie auf Laptops mit Ryzen-9-Prozessoren der Gorgon-Halo- und Strix-Halo-Reihe unterstützt. Auch mobile Gaming-PC-Handhelds wie die Asus ROG Xbox Ally mit Z2-Extreme- und Z2A-Chipsätzen profitieren von der Technik. AMD hatte FSR 4.1 zuvor nur für Radeon-7000- und -9000-Grafikkarten angeboten. Laut Jack Huynh, Senior Vice President of Gaming and Graphics bei AMD, war das Modell ursprünglich zu rechenintensiv für schwächere Hardware. Durch eine Optimierung des Modells sei es nun möglich, die Vorteile auch auf Geräten ohne spezielle KI-Beschleuniger zu nutzen.

Darüber hinaus arbeiten Microsoft und AMD nach Angaben von Van Vliet bereits daran, die Technik auch auf die nächste Xbox-Konsole zu bringen, die intern unter dem Namen Project Helix läuft. Wann diese erscheinen soll, ist noch nicht bekannt. Für Besitzer einer Xbox Series X|S bleibt abzuwarten, wann genau das Update verfügbar sein wird und welche Spiele tatsächlich davon profitieren. Klar ist: Ohne Patch der Entwickler wird FSR 4.1 nicht automatisch jede ältere Spielbibliothek verbessern.