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Merz fehlt beim UN-Klimagipfel in Antalya, Kritik wird laut

Bundeskanzler Friedrich Merz reist nicht zum UN-Klimagipfel in der Türkei. Die Regierung verweist auf andere Verpflichtungen, Umweltverbände und die Klimaaktivistin Luisa Neubauer sprechen von einem Tabubruch.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Bundeskanzler Friedrich Merz wird nicht zum UN-Klimagipfel im türkischen Antalya reisen. Das bestätigte die Bundesregierung, die die Abwesenheit des Kanzlers mit anderen Verpflichtungen begründete. Weitere Gründe nannte der Regierungssprecher auf Nachfrage nicht, auch Merz selbst äußerte sich dazu nicht weiter. Die Entscheidung löst deutliche Kritik aus, vor allem von Umweltorganisationen und Klimaaktivisten.

Der Gipfel, an dem rund 200 Staaten teilnehmen, dauert zwei Wochen und beginnt am Montag. Ziel der Konferenz ist es, die Erderwärmung einzudämmen und ärmere Staaten bei der Bewältigung der Klimafolgen zu unterstützen. Erwartet werden zehntausende Diplomaten, Medienvertreter und Lobbyisten. In einer Phase, in der viele Länder ihre Zusagen überprüfen, gilt die Präsenz der großen Industrienationen als politisches Signal. Gerade deshalb wird das Fernbleiben der Bundesregierung von Beobachtern besonders aufmerksam registriert.

Luisa Neubauer von Fridays for Future bezeichnete das Fernbleiben des Kanzlers als «Tabubruch». Aus ihrer Sicht wirkt Deutschland auf der internationalen Bühne zögerlich, und ein Kanzler, der einem solchen Treffen fernbleibt, sende ein falsches Signal an die Partnerstaaten. Auch Martin Kaiser von Greenpeace kritisierte die Entscheidung scharf und sprach von einer «Schande» für Deutschland. Kaiser forderte Merz auf, auf dem Gipfel eine «Wende» in der Klimapolitik anzukündigen, statt die Konferenz ohne eigene Initiative verstreichen zu lassen.

Der Hintergrund der Kritik sind die Folgen der Erderwärmung in Europa. Allein in diesem Sommer wurden in Europa über 15.000 Hitzetote gemeldet. Zugleich verfehlt Deutschland nach den Befunden des unabhängigen Expertenrats für Klimafragen die Ziele für 2030 und 2040. Der Expertenrat bestätigt damit eine Zielverfehlung, auf die Umweltverbände seit Längerem hinweisen. Die Kritiker verbinden deshalb den Gipfelbesuch mit der Frage, wie ernst die Bundesregierung ihre eigenen Klimaziele nimmt.

Die Bundesregierung hat bislang keine näheren Angaben dazu gemacht, wer Deutschland in Antalya vertreten wird. Ob und wie sich das Fernbleiben des Kanzlers auf die Verhandlungen auswirkt, ist derzeit offen. Klar ist, dass die deutsche Klimapolitik beim Gipfel unter besonderer Beobachtung stehen wird, zumal die Konferenz über zwei Wochen mit vielen Delegationen läuft und Entscheidungen über den Kurs gegen die Erderwärmung und die Unterstützung ärmerer Staaten getroffen werden sollen.

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