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AfD-Abgeordnete in Sachsen-Anhalt: Verurteilungen und Neonazi-Vorwürfe

Nach dem historischen Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt geraten mehrere neue Abgeordnete wegen ihrer Vergangenheit in die Kritik. Gegen zwei Politiker wird wegen möglicher Beteiligung an der verbotenen „Artgemeinschaft“ ermittelt, ein Dritter wurde bereits wegen Urkundenfälschung verurteilt.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Der jüngste Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt wirft ein Schlaglicht auf die Biografien einiger neuer Landtagsabgeordneter. Mehrere von ihnen stehen wegen früherer Straftaten oder Verbindungen zur rechtsextremen Szene in der Kritik. Der Landesverband, der vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft wird, verteidigt seine Kandidaten mit Verweis auf die Trennung von privaten und politischen Angelegenheiten.

Besonders auffällig ist der Fall von Philipp-Anders Rau, der im Landkreis Jerichower Land mit 48,1 Prozent der Erststimmen das Direktmandat gewann. Der Politiker wurde bereits zweimal verurteilt: 2009 wegen eines Diebstahls in einem Hotel und später wegen Urkundenfälschung, nachdem er sich mit einem gefälschten Abiturzeugnis einen Studienplatz an der Hochschule Magdeburg-Stendal erschlichen hatte. Zudem räumte er eine Kokainsucht ein, gegen ihn lief ein Verfahren wegen Privatinsolvenz, und er geriet wegen Sexvideos, in denen er mitwirkte, in die Schlagzeilen. Die Partei stellt sich hinter ihn und verweist darauf, dass private Angelegenheiten nicht mit politischer Arbeit vermischt werden sollten.

Auch im Norden des Landes sorgt ein neuer Abgeordneter für Aufsehen: Gegen Simon Lansmann wird wegen des Verdachts ermittelt, an der verbotenen neonazistischen und antisemitischen „Artgemeinschaft“ beteiligt gewesen zu sein. Bei einer paganen Zeremonie zur Sonnenwende auf einem Privatgrundstück sollen ein Lied der Hitlerjugend gesungen und ein Ritual mit Tierhörnern durchgeführt worden sein. Lansmann und sein Parteikollege Sebastian Koch, der ebenfalls anwesend gewesen sein soll und gegen den im selben Fall ermittelt wird, bestreiten eine Beteiligung an der Organisation.

Sebastian Koch, der im Wahlkreis Gardelegen-Klötze mit 41,5 Prozent der Erststimmen gewann, ist dem Verfassungsschutz bereits seit Jahren bekannt. Laut einem Bericht aus dem Jahr 2023 taucht er seit 2012 „konstant in rechtsextremistischen Zusammenhängen“ auf, weil er zahlreiche Veranstaltungen der neonazistischen Szene besuchte. Die Fälle Lansmann, Rau und Koch sind keine Einzelfälle in der AfD Sachsen-Anhalt. Der Landesverband wird seit 2023 als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft, womit die umstrittenen Biografien in einem politischen Umfeld stehen, das über einzelne Ausreißer hinausgeht.

Bei der Landtagswahl am vergangenen Sonntag verdoppelte die AfD ihr Ergebnis fast und erreichte 43,8 Prozent, womit sie nur knapp eine absolute Mehrheit verfehlte. In 38 der 41 Wahlkreise gewannen ihre Kandidaten das Direktmandat; lediglich in Magdeburg II, Halle II und Halle III musste der Landesverband den Linken den Vortritt lassen. Die AfD erhält damit 39 Sitze im Landtag, 16 mehr als in der vorherigen Legislaturperiode.

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