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Schnelle Wall-Street-Händler investieren in Rechenzentren und Chip-Startups

High-Frequency-Händler wie Jane Street und Hudson River Trading konkurrieren inzwischen um KI-Rechenleistung und setzen dafür auf eigene Rechenzentren und Beteiligungen an Chip-Startups.

Die schnellsten Händler der Wall Street rüsten auf: Hochfrequenzhändler wie Jane Street und Hudson River Trading liefern sich inzwischen ein Wettrennen um Rechenleistung für künstliche Intelligenz. Dafür bauen sie eigene Rechenzentren und beteiligen sich an Startups, die Spezialchips entwickeln.

Der Hintergrund ist einfach: Im Hochfrequenzhandel entscheiden Millisekunden über Gewinn und Verlust. Wer schneller Marktdaten auswerten und Modelle trainieren kann, verschafft sich einen Vorteil gegenüber Wettbewerbern. Moderne KI-Modelle benötigen dafür enorme Mengen an Rechenkapazität, die im Markt zunehmend knapp und teuer geworden ist.

Indem die Firmen eigene Infrastruktur aufbauen, machen sie sich unabhängiger von externen Cloud-Anbietern. Zugleich sichern sie sich über Investments in Chip-Startups einen frühen Zugang zu neuer Hardware, die speziell für Rechen- und Analyseaufgaben im Finanzbereich optimiert sein kann.

Die Entwicklung zeigt, wie eng sich Finanzmärkte und KI-Technologie inzwischen verflechten. Während Hochfrequenzhändler ihre Technik ausbauen, steigt die Konkurrenz um Hardware und Energie. Das Rennen um KI-Kapazitäten dürfte damit auch über die Finanzbranche hinaus Auswirkungen auf den Chipmarkt und die Infrastruktur von Rechenzentren haben.