Fünf Tage nach einem Ausfall der Gasversorgung in drei Gemeinden südlich von Schwerin sind noch nicht alle betroffenen Haushalte wieder am Netz. Während rund 400 Kundinnen und Kunden in Rastow und Kraak seit Dienstag wieder über Heizung und Warmwasser verfügen, sind in Uelitz auch am Donnerstag noch Techniker des Unternehmens HanseGas im Einsatz, um die Versorgung wiederherzustellen.
Ausgelöst wurde der Ausfall durch einen Wasserrohrbruch neben einer Gasleitung am vergangenen Freitagvormittag. Das austretende Wasser beschädigte die Leitung, wodurch Wasser und Sedimente in das Gasnetz gelangten, wie eine Unternehmenssprecherin berichtete. Insgesamt waren rund 540 Kunden von der Unterbrechung betroffen. Den betroffenen Haushalten musste das Gas abgestellt werden, sodass viele Menschen über mehrere Tage ohne Heizung und Warmwasser auskommen mussten.
In Uelitz sind nach Angaben des Unternehmens 140 Kunden betroffen, von denen bislang nur ein Teil wieder angeschlossen ist. Besonders aufwendig gestalten sich die Arbeiten in der Straße „Langer Weg“. Dort liegen rund 600 Meter Leitung, über 40 Kunden sind an diesen Abschnitt angeschlossen. Die Leitung musste an 14 Stellen freigelegt werden. Da zahlreiche Kabel anderer Versorger unmittelbar neben der Gasleitung verlaufen, war das Freilegen zum Teil nur in aufwendiger Handschachtung möglich, was den Fortschritt zusätzlich verlangsamte.
Um die Arbeiten zu beschleunigen, wurde das Personal aufgestockt. Am Donnerstag sollen den Angaben zufolge 35 Fachleute im Einsatz sein. HanseGas-Geschäftsführer Volker Höfs erklärte: „Unser erklärtes Ziel ist es, am Donnerstag alle Kunden wieder am Netz zu haben.“ Ob dieses Ziel erreicht wird, bleibt abzuwarten, da der Fortschritt in Uelitz bislang von den schwierigen Bedingungen im Untergrund abhängt.
Der Vorfall zeigt, wie eng Wasser- und Gasinfrastruktur in dicht bebauten Ortslagen verflochten sind. Schäden an einer Leitung können schnell auf benachbarte Netze übergreifen und umfangreiche Erdarbeiten nach sich ziehen. Für die betroffenen Kundinnen und Kunden bedeutet die Unterbrechung, dass sie bis zur vollständigen Wiederherstellung auf eine funktionierende Heizung und Warmwasserversorgung verzichten müssen.