Der Synchronsprecher Eric Bauza ist im Alter von 46 Jahren gestorben. Der Tod des Emmy-Preisträgers, der den Looney-Tunes-Figuren Bugs Bunny und Daffy Duck seine moderne Stimme gab, wurde über seinen Instagram-Account bekannt gegeben. Seine Familie kündigte an, zeitnah weitere Details zu veröffentlichen. Zu den Umständen des plötzlichen Todes ist bislang wenig bekannt.
Laut dem Medienportal KTLA teilte das Büro des Gerichtsmediziners von Los Angeles County mit, dass Bauza am 25. Oktober 2026 an einer hypertensiven kardiovaskulären Erkrankung gestorben sei. In der Nachricht seiner Familie heißt es, Bauza sei »Emmy-Preisträger, die moderne Stimme der ikonischen Looney-Tunes-Figuren Bugs Bunny und Daffy Duck, zusammen mit Dutzenden anderen beliebten Zeichentrickfiguren« gewesen und sei »plötzlich verstorben«. Die Familie versprach, in den kommenden Tagen weitere Informationen zu veröffentlichen.
Bauza hatte eine außergewöhnlich umfangreiche Karriere in Animation und Synchronisation, sodass viele Zuschauerinnen und Zuschauer in den vergangenen 25 Jahren seine Arbeit in Serien, Filmen oder Spielen gehört haben dürften. Seine ersten Rollen übernahm er in den 2000er-Jahren, unter anderem in World of Warcraft, El Tigre: The Adventures of Manny Rivera, Avatar: Der Herr der Elemente, The Sims 2, Chowder und Alvin und die Chipmunks: Acht Pfoten im Schnee. Schon damals zeichnete sich ab, dass seine Stimme in vielen Genres gefragt war, vom Fantasy-Abenteuer bis zur Kinderserie.
In den 2010er-Jahren folgten Rollen in Videospielen wie Batman: Arkham City, Metal Gear Rising: Revengeance und Lightning Returns: Final Fantasy XIII. Später führte ihn seine Arbeit in das Looney-Tunes-Universum, wo er moderne Versionen von Figuren wie Bugs Bunny, Daffy Duck, Elmer Fudd und Marvin the Martian sprach. Diese Rollen machten ihn einem großen Publikum bekannt, weil er klassische Figuren für eine neue Generation weitertrug.
Auch zuletzt blieb Bauza vielseitig aktiv. Zu hören war er unter anderem in Invincible und The Super Mario Galaxy Movie. Außerdem spielte er Figuren in der aus einer Kinderprogrammreihe hervorgegangenen Horrorproduktion Buddy sowie in High on Life 2. Im August dieses Jahres kehrte er in Coyote vs. Acme, einem zuvor auf Eis gelegten Film, als Bugs Bunny und weiteren klassischen Looney-Tunes-Figuren ins Kino zurück. Zudem ist er in Avatar: Seven Havens als Jin-Woo, Kuzon und Pich zu hören.
Im Netz wurde der Tod des Schauspielers vielfach betrauert. Robbie Daymond, ein langjähriger Kollege, schrieb, er habe mit Bauza »Schulter an Schulter« gearbeitet und dessen Hochzeit mitgefeiert. Bauza sei einer der talentiertesten, freundlichsten und großzügigsten Menschen gewesen, die er je kennengelernt habe, und die Welt werde durch seinen Verlust ärmer. Josh Keaton beschrieb ihn als einen der begabtesten und zugleich bescheidensten Menschen der Branche, der jedem das Gefühl gegeben habe, sein größter Fan zu sein.
Der Sprecher Matt Neglia nannte Bauza »so freundlich« zu allen, mit denen er zu tun hatte, und hob hervor, dass er nie Nein gesagt habe, wenn man ihn bat, diese ikonischen Figuren zu sprechen. Der Animationskünstler Sorte of Amusing bezeichnete seinen Tod als möglicherweise schlimmsten Verlust für den Zeichentrick seit Jahrzehnten und verglich ihn mit Mel Blanc, der einst die Looney-Tunes-Figuren geprägt hatte. Erika Ishii, Darstellerin in Ghost of Yōtei, sprach von einer »echten Stimme für Veränderung« und einem Pionier der Animation, insbesondere für die asiatisch-amerikanische Community.