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Tetris-Firma distanziert sich von Trump-White-House-Spiel „Build the Wall“

Die Tetris Company hat klargestellt, nicht an der Entwicklung des „Build the Wall“-Spiels des Weißen Hauses beteiligt gewesen zu sein. Das Spiel erinnert stark an den Klassiker und sorgt für Kritik.

Tetris Company Distances Itself From Trump White House’s ‘Build the Wall’ Game, Says ‘We Take Copyright Very Seriously’
Tetris-Firma distanziert sich von Trump-White-House-Spiel „Build the Wall“
Tetris Company Distances Itself From Trump White House’s ‘Build the Wall’ Game, Says ‘We Take Copyright Very Seriously’ · Public domain · rights

Die Tetris Company hat sich deutlich von einem neuen Spiel des Weißen Hauses distanziert, das stark an den legendären Block-Klassiker erinnert. In einer Stellungnahme betonte das Unternehmen, dass es nicht an der Entwicklung des Spiels „Build the Wall“ beteiligt war und dass man Urheberrechte sehr ernst nehme. Das Spiel, das auf der Website des Weißen Hauses veröffentlicht wurde, sorgt derzeit für Aufsehen und Kritik.

Bei „Build the Wall“ müssen Spielerinnen und Spieler verhindern, dass zombieartige Figuren, die als „Ausländer“ bezeichnet werden, die „Südgrenze“ der USA überqueren. Die Optik und das Spielprinzip erinnern dabei stark an das berühmte Tetris, bei dem herabfallende Blöcke in Reihen angeordnet werden müssen. Die Tetris Company stellte unmissverständlich klar, dass sie mit diesem Projekt nichts zu tun hat und distanzierte sich öffentlich von dem Spiel.

Die Veröffentlichung des Spiels fällt in eine Zeit, in der die Debatte um Migration und Grenzsicherheit in den USA erneut hochgekocht ist. Die Regierung von Präsident Donald Trump setzt mit dem Spiel offenbar auf eine medienwirksame Inszenierung ihrer Politik. Kritiker werfen der Administration vor, mit dem Spiel rassistische Stereotype zu bedienen und die ernste Thematik der Migration zu verharmlosen. Die Darstellung von Migranten als „Zombies“ wird als besonders problematisch angesehen.

Die Tetris Company, die die Rechte an dem weltweit bekannten Puzzlespiel hält, reagierte umgehend auf die Veröffentlichung. Man habe mit der Entwicklung des Weiße-Haus-Spiels nichts zu tun und wolle auch nicht damit in Verbindung gebracht werden. Die Wortwahl des Unternehmens, man nehme Urheberrecht „sehr ernst“, deutet darauf hin, dass man rechtliche Schritte prüfen könnte. Ob das Weiße Haus für die Nutzung der Spielmechanik eine Lizenz benötigt oder ob es sich um eine Parodie handelt, ist rechtlich umstritten.

Das Weiße Haus hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Das Spiel ist Teil einer Reihe von Maßnahmen und Aktionen, mit denen die Regierung ihre restriktive Einwanderungspolitik kommuniziert. In der Vergangenheit gab es bereits mehrfach Kritik an der Art und Weise, wie die Administration Migrationsthemen darstellt. Die Nutzung eines populären Kulturguts wie Tetris für politische Botschaften wird von vielen Beobachtern als neuer Tiefpunkt in der politischen Kommunikation gewertet.

Die Tetris Company hat in der Vergangenheit bereits mehrfach juristisch gegen Nachahmungen und unautorisierte Nutzungen ihrer Spielidee vorgegangen. Das Unternehmen schützt die Marke und das Spielprinzip weltweit. Ob im Fall von „Build the Wall“ tatsächlich rechtliche Schritte eingeleitet werden, ist noch unklar. Die öffentliche Distanzierung ist jedoch ein deutliches Signal an die Regierung, dass man mit deren Spiel nichts zu tun haben möchte.

Die Debatte zeigt erneut, wie sehr Popkultur und Politik in den USA miteinander verwoben sind. Während die einen das Spiel als gelungenen Scherz und politische Satire sehen, empfinden es andere als geschmacklos und verletzend. Die Tetris Company hat mit ihrer klaren Ansage nun für eine weitere Eskalation in der Diskussion gesorgt. Es bleibt abzuwarten, ob das Weiße Haus auf die Kritik reagiert und ob das Spiel online bleibt.

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