Harry Styles' «Together, Together»-Tour kommt ins Kino: Der Dokumentarfilmer John Wilson zeichnet die rekordverdächtige Residency des britischen Popstars im New Yorker Madison Square Garden auf. Wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichten, läuft die Kamera seit August bei den Shows in der legendären Arena mit. Der Film entsteht in Zusammenarbeit mit der Universal Pictures Content Group.
Wilson ist spätestens seit seiner HBO-Serie «How To with John Wilson» einem breiteren Publikum bekannt. Die Serie verbindet Alltagsbeobachtungen mit absurdem Humor und hat dem Regisseur eine treue Fangemeinde eingebracht. Zuletzt sorgte er mit dem Independent-Film «The History of Concrete» für Aufsehen, der an den Kinokassen überraschend erfolgreich lief. Nun wechselt Wilson vom dokumentarischen Alltag in die Welt der großen Popkonzerte.
Das Projekt ist für beide Seiten ungewöhnlich. Harry Styles hat in den vergangenen Jahren mehrere ausverkaufte Tourneen gespielt und gilt als einer der größten Popstars seiner Generation. Die Residency im Madison Square Garden, einem der bekanntesten Veranstaltungsorte der Welt, hat bereits jetzt historische Dimensionen erreicht. Ein Dokumentarfilm, der diese Auftritte begleitet, dürfte nicht nur für Fans interessant sein, sondern auch für ein Publikum, das sich für die Verbindung von Musik, Performance und Film interessiert.
Über den genauen Inhalt des Films ist bislang wenig bekannt. Berichtet wird, dass die Produktion Konzertaufnahmen mit weiteren Einblicken hinter die Kulissen verbinden soll. Ob Interviews mit Styles, seinem Team oder Wegbegleitern Teil des Films sein werden, ist nicht bestätigt. Auch ein Veröffentlichungstermin steht noch aus. Die Universal Pictures Content Group ist auf Musik- und Eventfilme spezialisiert und bringt regelmäßig Konzertdokumentationen in die Kinos.
Für Wilson ist es ein Schritt in ein neues Genre. Seine bisherigen Arbeiten zeichnen sich durch einen sehr persönlichen, oft humorvollen Blick auf scheinbar banale Themen aus. Wie sich dieser Stil mit dem Format einer großen Popstar-Dokumentation verträgt, dürfte eine der spannendsten Fragen des Projekts sein. Beobachter rechnen damit, dass der Film weniger klassische Konzertaufzeichnung als vielmehr eine eigenständige dokumentarische Erzählung wird.
Harry Styles selbst hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Projekt geäußert. Auch Wilson und Universal haben noch keine offiziellen Details bekannt gegeben. Die Dreharbeiten im Madison Square Garden laufen seit August und sollen die Residency über einen längeren Zeitraum begleiten. Für Fans des Sängers und für Anhänger von Wilsons Arbeit ist die Zusammenarbeit damit ein unerwartetes, aber naheliegendes Duo: ein Popstar, der die größten Bühnen der Welt bespielt, und ein Filmemacher, der das Alltägliche ebenso genau beobachtet wie das Spektakuläre.