Der britische Komiker Russell Brand ist am Southwark Crown Court in London von einer Jury in einem Fall von Vergewaltigung schuldig gesprochen worden. Zusätzlich befanden die Geschworenen ihn in drei Anklagepunkten wegen sexueller Übergriffe für schuldig. Brand ist 51 Jahre alt. Das Urteil wurde an einem Donnerstag verkündet.
Der Prozess war auch von einem Streit über die Frage geprägt, wie stark Brands Prominenz vor den Geschworenen zur Sprache kommen darf. Die Verteidigung wehrte sich dagegen, dass die Anklage seine Ehe mit der Sängerin Katy Perry erwähnt. Nach Berichten untersagte der Richter der Staatsanwaltschaft, die Ehe bereits in den Eröffnungsausführungen anzuführen. Brands Anwaltsteam hatte darüber hinaus darauf hingewirkt, Verweise auf seinen Status als Prominenter insgesamt zu begrenzen.
Der Fall zeigt, wie sehr in Strafprozessen gegen bekannte Persönlichkeiten darum gerungen wird, welche Informationen vor einer Jury überhaupt zulässig sind. Die Entscheidung, die Ehe mit Katy Perry aus dem Verfahren herauszuhalten, bestimmte mit, was die Geschworenen zu hören bekamen, bevor sie zu ihrem Urteil kamen. Ob und wie sich dieser Ausschluss auf die Beweisführung auswirkte, ist aus den vorliegenden Angaben nicht ersichtlich.
Die Berichterstattung beruht auf Angaben zu den Anklagepunkten und zum Verlauf des Verfahrens, die in der Quelle nur knapp ausfallen. Die Quelle war gekürzt, sodass wesentliche Passagen zu den einzelnen Tatvorwürfen, zu den Aussagen im Gericht, zu einem möglichen Strafmaß sowie zu Reaktionen der Beteiligten nicht vorliegen. Diese Punkte lassen sich daher nicht weiter ausführen, ohne Informationen hinzuzufügen, die nicht belegt sind.