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Polen fängt erneut russischen Aufklärer über der Ostsee ab

Die polnische Luftwaffe hat zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ein russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee abgefangen. Die Maschine vom Typ Il-20 flog mit ausgeschaltetem Transponder nahe der Küste und stellte nach Angaben des Verteidigungsministeriums eine Bedrohung für die zivile Luftfahrt dar.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Die polnische Luftwaffe hat erneut ein russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee abgefangen. Wie Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf der Plattform X mitteilte, war die Maschine vom Typ Il-20 rund 40 Kilometer nördlich des Badeorts Ustka unterwegs. Das Flugzeug flog demnach mit ausgeschaltetem Transponder und stellte eine Bedrohung für die zivile Luftfahrt dar. Der polnische Luftraum wurde bei dem Vorfall nicht verletzt. Bereits am Montag hatte es einen ähnlichen Zwischenfall gegeben.

Beim Abfangen in der Luft nehmen die Piloten Sichtkontakt zur Besatzung des anderen Flugzeugs auf und signalisieren, dass sich die Maschine entfernen soll. In Polen und den baltischen Staaten wächst die Sorge, dass Russland wegen seiner Probleme im Ukraine-Krieg vermehrt Nato-Staaten mit Aufklärungsflügen provozieren könnte. Die wiederholten Zwischenfälle über der Ostsee werden in der Region als gezielte Testreihe der russischen Luftwaffe gewertet.

Unterdessen hat Russlands Präsident Wladimir Putin eine neue Mobilmachung für den Krieg gegen die Ukraine ausgeschlossen. Es gebe keine Szenarien, in denen ein solcher Schritt notwendig sei, da Russland keine Probleme bei der Verfügbarkeit von Militärpersonal habe, sagte Putin. Entsprechende Spekulationen hatte er zuvor als „völligen Unsinn“ zurückgewiesen. Beobachter schließen hingegen nicht aus, dass Putin angesichts anhaltend hoher russischer Verluste nach der Parlamentswahl vom 18. bis 20. September erneut eine Mobilisierung anordnen könnte.

Der finnische Präsident Alexander Stubb hatte kürzlich gesagt, das Einzige, womit Russland noch eskalieren könne, sei eine Mobilmachung. Es sei wahrscheinlich, dass diese im Herbst komme. Aktuell verliere die russische Armee monatlich zwischen 30.000 und 35.000 Soldaten, während nur etwa 27.000 neue Rekruten hinzukämen. Putin sprach auf einem Wirtschaftsforum in Wladiwostok zugleich von einer Chance für ein Friedensabkommen im Ukraine-Krieg. Mehrere Länder wie die USA und China seien bereit, eine Friedenslösung zu unterstützen, sagte er. Letztlich müssten jedoch die Konfliktparteien selbst eine Lösung finden.

Deutschland hat der Ukraine weitere 250 Millionen Euro zur Sicherung der von Russland angegriffenen Energieversorgung zugesagt. Mit dem Geld sollten akute Reparaturbedarfe im kommenden Winter finanziert werden, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin. Hintergrund ist, dass Russland bei seinen Angriffen oftmals gezielt ukrainische Kraftwerke zerstört. Der Ausfall der Wärmeversorgung macht den Menschen in dem Land vor allem im Winter schwer zu schaffen. Die deutschen Mittel flössen in den Energieunterstützungsfonds, in den seit 2022 auch zahlreiche weitere internationale Geber einzahlten.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche erklärte, die Ukraine sei weiterhin schweren russischen Angriffen auf Menschen und zivile Infrastruktur ausgesetzt. Gerade die Energieversorgung bleibe eine Frontlinie dieses Krieges. Der Chef von Russlands größtem Geldhaus, der Sberbank, German Gref, äußerte sich unterdessen besorgt über die russische Wirtschaft. Der Konsum gehe seit Juni zurück, sagte Gref auf dem Wirtschaftsforum in Wladiwostok. Das Anziehen der Teuerung führte er vor allem auf den Ausfall von Ölraffineriekapazitäten durch Drohnenangriffe der Ukraine zurück.

Die russische Wirtschaft war nach offiziellen Angaben im Juli im Jahresvergleich nur noch um 0,6 Prozent gewachsen, nach einem Plus von 1,7 Prozent im Juni. Die Sberbank rechnet dennoch für das laufende Jahr mit einem neuen Rekordgewinn. Das Geldhaus hatte 2025 trotz der westlichen Sanktionen ein Rekordergebnis von 1,7 Billionen Rubel erzielt. In einem weiteren Punkt zeichnet sich Bewegung ab: Kiew und Washington führen Gespräche über die Erteilung von Lizenzen an die Ukraine zum Bau eigener Patriot-Luftabwehrsysteme. US-Außenminister Marco Rubio bestätigte, dass darüber verhandelt werde, wies aber darauf hin, dass die Produktion mehrere Jahre in Anspruch nehmen würde.

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