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Sanktionen halbieren Russlands Schattenflotte

Ein Bericht des Thinktanks CREA zeigt: Beschlagnahmungen und Sanktionen haben die Zahl der Schiffe in Russlands Schattenflotte seit Januar 2025 auf weniger als die Hälfte reduziert. 107 Eigner registrierten ihre Tanker unter russischer Flagge.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Die internationale Sanktionspolitik gegen Russland zeigt offenbar Wirkung auf die sogenannte Schattenflotte. Wie das in Helsinki ansässige Thinktank Center for Research on Energy and Clean Air (CREA) am 25. September berichtete, haben Beschlagnahmungen und Sanktionen die Zahl der Schiffe in Moskaus Schattenflotte auf weniger als die Hälfte reduziert. Das Vorgehen des Westens gegen unter falscher Flagge fahrende Tanker hat demnach seit Januar 2025 insgesamt 107 Schiffseigentümer gezwungen, sich unter russischer Flagge registrieren zu lassen.

Die Schattenflotte ist eine Gruppe alternder, unzureichend versicherter und unter falscher Flagge fahrender Tanker, die Russland einsetzt, um sein Öl unter Verstoß gegen internationale Sanktionen zu verschiffen. Westliche Regierungen werfen Moskau zudem vor, die Flotte zur Unterstützung seines hybriden Krieges gegen Europa zu nutzen. Die Beschlagnahmungen und Sanktionen treffen die Eigentümer der Schiffe, die ihre Fracht unter fremden Flaggen und mit undurchsichtigen Versicherungen transportieren.

Parallel zu den wirtschaftlichen Maßnahmen setzt die Ukraine ihre militärischen Angriffe auf russische Infrastruktur fort. Wegen ukrainischer Drohnenangriffe auf Anlagen für den Getreideexport hat der Gouverneur der südrussischen Agrarregion Krasnodar den Ausnahmezustand ausgerufen. Die massiven Attacken hätten den Hafenbetrieb lahmgelegt und die Schifffahrt im Schwarzen Meer gestört, teilte Gouverneur Weniamin Kondratjew laut der Nachrichtenagentur Interfax mit. Durch den Ausnahmezustand können betroffene Betriebe finanzielle Entschädigungen erhalten.

Den Angaben zufolge können die Landwirte einen Großteil ihrer Ernte nicht verkaufen, was zu einem Überangebot auf dem russischen Getreidemarkt führt. Krasnodar hat in diesem Jahr 11,4 Millionen Tonnen Getreide und Hülsenfrüchte geerntet, fast zwei Millionen Tonnen mehr als im Jahr 2025. Besonders die Hafenstadt Noworossijsk, ein wichtiger Umschlagplatz für russisches Öl und Getreide, ist immer wieder Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. Sowohl Russland als auch die Ukraine haben in den vergangenen Monaten ihre Angriffe auf Getreideschiffe im Schwarzen Meer verstärkt, was die Weltmarktpreise in die Höhe trieb.

Der Kreml erklärte in dieser Woche, es gebe weitere diplomatische Gespräche über einen Vorschlag der Türkei zur sicheren Durchfahrt von Getreideschiffen im Schwarzen Meer. Bis zu einer Einigung sucht Russland nach alternativen Routen für seine Exporte. Im Juli 2022 hatten die Türkei und die UN das sogenannte Schwarzmeer-Getreideabkommen vermittelt, um trotz des Krieges sichere ukrainische Exporte zu ermöglichen. Russland war jedoch im folgenden Jahr aus der Vereinbarung ausgestiegen. Zur Begründung hieß es, dass die eigenen Nahrungsmittel- und Düngemittelexporte behindert würden.

Unterdessen dauert der diplomatische Streit um die Einladung des russischen Präsidenten Wladimir Putin zum G20-Gipfel im Dezember in Miami an. Die Bundesregierung nehme die Einladung der USA «zur Kenntnis», sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius der Deutschen Presse-Agentur. «Wir nehmen auch zur Kenntnis, dass Präsident Putin bisher nicht über die Einladung entschieden hat.» Für die Bundesregierung gebe es angesichts des Kriegs in der Ukraine keine Normalität im Umgang mit Russland. Die Vorbereitungen zum Gipfel seien im Gange, auch zu dieser Frage, und die Bundesregierung stimme sich eng mit den Partnern ab.

US-Außenminister Marco Rubio hatte gesagt, die USA hofften, dass Putin die Einladung annehmen werde. Man denke, dass dies eine gute Gelegenheit sei, damit Putin nicht nur mit US-Präsident Donald Trump, sondern auch mit anderen Staats- und Regierungschefs ins Gespräch kommen könne. In der G20-Runde der großen Industrie- und Schwellenländer ist Russland zwar offiziell noch Mitglied. Putin nahm allerdings zuletzt 2019 physisch an einem Gipfeltreffen teil – also vor Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022. Der G20-Gruppe gehören 19 Staaten, die Europäische Union und die Afrikanische Union an.

Ein weiteres Thema bleibt die Sicherheit der Satellitenkommunikation. Der finnische Präsident Alexander Stubb hat den US-Unternehmer Elon Musk gebeten, das Satelliten-Internet Starlink für die Ukraine zu erweitern. Damit solle es der Ukraine ermöglicht werden, russische Raketenabschussrampen auf russischem Gebiet anzugreifen. «Deshalb bitte ich Elon Musk, den Ukrainern die Möglichkeit zu geben, Starlink in Gebieten zu nutzen, in denen sich ballistische Raketenabschussrampen befinden», sagte Stubb am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Dies gelte für die besetzten Gebiete der Ukraine sowie für Russland und würde Leben retten.