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Neun Fakten über Sachsen-Anhalt vor der Landtagswahl

Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Das Bundesland zwischen Harz und Elbe hat rund 2,1 Millionen Einwohner und überrascht mit Rekorden bei Armut, Schulabbrechern und einer alternden Bevölkerung – aber auch mit Unesco-Welterbestätten und dem größten Autobahnprojekt Deutschlands.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Sachsen-Anhalt wählt am 6. September einen neuen Landtag. Das Bundesland mit rund 2,1 Millionen Einwohnern ist vielen nur als Transitstrecke nach Berlin oder an die Ostsee bekannt. Dabei hat die Region zwischen Harz und Elbe einige Besonderheiten zu bieten – von Unesco-Welterbestätten über das größte Autobahnbauprojekt Deutschlands bis hin zu statistischen Extremwerten.

Touristen zieht es vor allem in den Harz, den sich Sachsen-Anhalt mit Niedersachsen teilt. Höchste Erhebung ist der 1.141 Meter hohe Brocken, der zu Fuß oder mit der historischen Harzer Schmalspurbahn erreicht werden kann. Die Elbe prägt das Bild vieler Städte, darunter die Landeshauptstadt Magdeburg und die mittelalterliche Backsteinstadt Tangermünde, in der der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund wohnt.

Historisch versteht sich das Land als Wiege Deutschlands. Heinrich I., der im Mittelalter die Stämme des Ostfrankenreichs vereinigte und als erster deutscher Herrscher gilt, hatte seinen Hauptsitz in Quedlinburg. Sein Sohn Otto der Große wurde 962 in Rom zum Kaiser gekrönt – ein epochaler Akt, der die Grundlage für das spätere Heilige Römische Reich Deutscher Nation legte. Ottos Grab befindet sich im Magdeburger Dom.

Wirtschaftlich fehlen dem Land die ganz großen Firmensitze. Die geplante Milliarden-Investition des Chipherstellers Intel in Magdeburg platzte. Die Chemieindustrie beschäftigt rund 13.000 Menschen und erwirtschaftet knapp 20 Prozent des Umsatzes im verarbeitenden Gewerbe. Wegen hoher Energiepreise, schwacher Nachfrage und internationalem Wettbewerbsdruck herrscht derzeit allerdings Krisenstimmung. Das bekannteste Produkt des Landes kommt aus einer anderen Branche: Rotkäppchen-Sekt aus Freyburg an der Unstrut.

Statistisch gehört Sachsen-Anhalt in mehrfacher Hinsicht zu den Extremfällen Deutschlands. Das mittlere Lohnniveau bei Vollzeitbeschäftigten war im vergangenen Jahr mit 3.363 Euro bundesweit am niedrigsten. Die Armutsquote ist die zweithöchste aller Länder hinter Bremen: Mehr als jeder Fünfte hatte weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung. Die Arbeitslosigkeit lag im Juli bei 8,1 Prozent und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 6,4 Prozent.

Im IQB-Bildungstrend schnitten die Schüler in den Naturwissenschaften besser ab als der Durchschnitt. Doch die Schulabbrecherquote ist die höchste in Deutschland: Etwa jeder zehnte Schüler verließ die Schule zuletzt ohne Abschluss.

Die Demografie verschärft die Lage. Sachsen-Anhalt hat eine der ältesten und am stärksten schrumpfenden Bevölkerungen des Landes. Männer waren Ende 2024 im Schnitt gut 48 Jahre alt, Frauen knapp über 50. Die Geburtenrate sank im vergangenen Jahr auf einen historischen Tiefstand, die Abwanderung verstärkt den Trend. In weniger als zehn Jahren könnte die Einwohnerzahl unter die Zwei-Millionen-Marke fallen, schätzt das Statistische Bundesamt.

Besonders dünn besiedelt ist die Altmark im Norden. Rund 200.000 Menschen leben dort auf einer Fläche, die etwa doppelt so groß ist wie das Saarland. Im Schnitt kommen etwa 40 Einwohner auf den Quadratkilometer – im Bundesdurchschnitt sind es rund 234.

Kulturell kann das Land mit zahlreichen Unesco-Welterbestätten aufwarten: das Bauhaus Dessau, das Gartenreich Dessau-Wörlitz, der Naumburger Dom, die Fachwerkstadt Quedlinburg und die Luther-Gedenkstätten in Wittenberg und Eisleben. In Halle ist die Himmelsscheibe von Nebra zu sehen, die weltweit älteste konkrete Himmelsdarstellung.

Infrastrukturell entsteht in Sachsen-Anhalt derzeit das größte Autobahn-Neubauprojekt Deutschlands. Auf rund 155 Kilometern soll die größte Autobahnlücke des Landes geschlossen werden, um Altmark und Prignitz ans Fernstraßennetz anzuschließen. Die Kosten belaufen sich auf rund 2,3 Milliarden Euro. 74 Kilometer sind bereits befahrbar, die Gesamtfertigstellung ist für 2032 geplant.

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