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ZDF-Serie «Serial Cleaner» mit Aylin Tezel sorgt für harsche Kritik

Die neue ZDF-Krimiserie «Serial Cleaner» mit Aylin Tezel in der Hauptrolle feiert Free-TV-Premiere und erntet von der Kritik vernichtende Urteile. Die Geschichte einer Tatortreinigerin wirke emotional überzuckert und nehme weder sich noch das Publikum ernst.

„Serial Cleaner“ im ZDF: So schlecht war lange keine Serie im deutschen Fernsehen
ZDF-Serie «Serial Cleaner» mit Aylin Tezel sorgt für harsche Kritik
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Die neue ZDF-Serie «Serial Cleaner» ist im deutschen Fernsehen gestartet und hat bei der Kritik einen denkbar schlechten Eindruck hinterlassen. In der Hauptrolle als Tatortreinigerin ist Aylin Tezel zu sehen, die damit nach Einschätzung von Beobachtern eine ungewöhnliche Figur verkörpert. Die Serie feierte ihre Free-TV-Premiere und basiert auf einer erfolgreichen ausländischen Vorlage.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung fällt in ihrer Rezension ein vernichtendes Urteil: «So schlecht war lange keine Serie im deutschen Fernsehen», heißt es dort. Der Vorwurf richtet sich vor allem gegen die emotionale Überzeichnung der Handlung. Wer «emotional völlig überzuckerte Märchen» möge, komme bei «Serial Cleaner» zwar auf seine Kosten, so die Kritik weiter. Das sei jedoch «Fernsehen, das entweder sich oder sein Publikum nicht ernst nimmt».

Im Mittelpunkt der Serie steht eine Frau, die beruflich die Spuren von Gewalttaten beseitigt. Aylin Tezel beschreibt diese Tätigkeit mit den Worten, «körperliche Zustände arbeiten manchmal nach Feierabend weiter». Damit deutet sie an, dass die Konfrontation mit Tatorten und menschlichem Leid nicht folgenlos bleibt, sondern die Figur auch jenseits der Arbeitszeit beschäftigt. Die Serie versucht offenbar, diese psychische Belastung mit einer emotional aufgeladenen Erzählweise zu verbinden.

Die Free-TV-Premiere markiert einen weiteren Versuch des ZDF, mit einem Krimiformat an aktuelle Sehgewohnheiten anzuknüpfen. Die Vorlage, auf der die Serie beruht, war zuvor erfolgreich gelaufen, was die Erwartungen an die deutsche Umsetzung zusätzlich erhöht haben dürfte. Umso deutlicher fällt nun die Enttäuschung der Kritik aus, die in der Produktion vor allem eine Überfrachtung mit Gefühl und eine mangelnde Ernsthaftigkeit ausmacht.

Für Aylin Tezel ist die Rolle der Tatortreinigerin ein ungewöhnliches Engagement. Die Schauspielerin ist dem Publikum vor allem aus Film- und Fernsehproduktionen bekannt und übernimmt hier eine Figur, die an der Schnittstelle zwischen Kriminalfall und persönlicher Belastung angesiedelt ist. Dass die Kritik die Serie insgesamt scharf ablehnt, bedeutet nicht zwangsläufig, dass auch das Publikum ähnlich urteilt. Die Rezeption im Free-TV wird zeigen, ob die Zuschauerinnen und Zuschauer der emotionalen Erzählweise etwas abgewinnen können.

Die Diskussion um «Serial Cleaner» reiht sich in eine wiederkehrende Debatte über die Qualität deutscher Serienproduktionen ein. Immer wieder wird dabei die Frage aufgeworfen, ob öffentlich-rechtliche Sender mutig genug erzählen oder ob sie sich zu stark an vermeintlichen Publikumserwartungen orientieren. Die vernichtende Besprechung der neuen ZDF-Serie dürfte diese Debatte erneut befeuern.

Ob die Serie trotz der harschen Worte ihr Publikum findet, bleibt abzuwarten. Klar ist, dass die Free-TV-Premiere von «Serial Cleaner» nicht nur wegen der Besetzung mit Aylin Tezel Aufmerksamkeit erregt, sondern vor allem wegen der Frage, wie das deutsche Fernsehen mit Stoffen umgeht, die zwischen Krimi, Drama und Gefühlslage changieren.