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US-Midterms brechen mit 11,9 Milliarden Dollar alle Spendenrekorde

Die Ausgaben für politische Werbung bei den US-Zwischenwahlen erreichen einen Höchststand. Großspender prägen den Wahlkampf, Republikaner profitieren von deutlich mehr Geld aus der Wirtschaft.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Die US-Zwischenwahlen haben einen neuen Rekord bei den politischen Ausgaben aufgestellt. Nach einer Analyse der Organisation Open Secrets belaufen sich die Ausgaben für politische Werbung auf 11,9 Milliarden Dollar. Das sind rund drei Milliarden Dollar oder 26 Prozent mehr als bei den Zwischenwahlen 2022. Auch das Brennan Center hat die Daten ausgewertet.

Die Summen steigen, obwohl die gesetzlichen Begrenzungen für Wahlkampfspenden seit Langem bestehen und die Offenlegungspflichten zunehmend an Wirksamkeit verlieren. Besonders auffällig ist die Rolle großer Geldgeber. Vierzig wichtige Spender haben zusammen rund 2,4 Milliarden Dollar beigesteuert, ein Rekordwert. Damit wird der Einfluss weniger Einzelpersonen auf den Ausgang der Wahlen immer größer.

Bei den direkten Spenden liegen die Demokraten mit rund 2,2 Milliarden Dollar vor den Republikanern, die etwa 1,4 Milliarden Dollar einnahmen. Im Gesamtbild dominieren jedoch die republiknahen Geldgeber deutlich. Ihre Ausgaben übersteigen die der demokratischen Spender etwa im Verhältnis drei zu eins.

Ein wesentlicher Teil des Geldes fließt inzwischen über sogenannte Super-PACs, unabhängige Komitees, die unbegrenzt Mittel sammeln dürfen, solange sie nicht direkt mit Kandidaten zusammenarbeiten. Sie sind mittlerweile das wichtigste Instrument für große Spenden. Der republiknahe Senate Leadership Fund sammelte rund 256 Millionen Dollar. Das größte demokratische Super-PAC, Win Senate, kam auf etwa 171 Millionen Dollar.

Zu den größten Einzelspendern gehört Elon Musk, der den Republikanern nach den vorliegenden Angaben rund 483 Millionen Dollar zukommen ließ. Richard und Elizabeth Uihlein steuerten etwa 147 Millionen Dollar auf republikanischer Seite bei. Auf demokratischer Seite ist George Soros mit rund 102 Millionen Dollar der größte Geldgeber, Michael Bloomberg unterstützte das Lager mit etwa 60 Millionen Dollar.

Auffällig ist auch, aus welchen Branchen die republiknahen Spender stammen. Zu ihrer Basis zählen Unternehmen aus den Bereichen künstliche Intelligenz, Kryptowährungen und Online-Glücksspiel, die sich eine weniger strenge Regulierung wünschen. Ob sich die Investitionen im Wahlergebnis niedergeschlagen haben, ist bislang offen. Eindeutige Zusammenhänge zwischen Rekordausgaben und Wahlsiegen lassen sich aus den Zahlen nicht ablesen.

Ein Beispiel aus Ohio zeigt, wie der Wahlkampf verlaufen ist. Die demokratische Kandidatin Amy Acton gewann das Rennen um das Gouverneursamt mit 52 Prozent der Stimmen. Zuvor hatte es öffentliche Kritik an Angriffsspots gegeben, die von republikanischer Seite finanziert und gegen Acton geschaltet wurden.

Kritiker sehen in dem Umfang der Spenden ein wachsendes Problem. Korruption und der Einfluss großer Geldgeber sind zu einem zentralen Thema des Wahlkampfs geworden. Gleichzeitig bleibt sogenanntes Dark Money, das über gemeinnützige Organisationen fließt, schwer nachzuverfolgen, weil die Herkunft der Mittel oft verborgen bleibt.