Der von Ben Affleck geplante, aber nie realisierte Batman-Solo-Film hätte einen bekannten Verbündeten des Dunklen Ritters das Leben gekostet. Wie Joe Manganiello, der als Schurke Deathstroke vorgesehen war, nun verriet, wäre Commissioner James Gordon in der Geschichte getötet worden. Der Polizeichef von Gotham City zählt seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Figuren im Batman-Universum.
Manganiello gab weitere Einblicke in die Handlung des Projekts, das Affleck ursprünglich als Regisseur und Hauptdarsteller verantworten sollte. Demnach hätte Deathstroke, bürgerlich Slade Wilson, Batman für den vermeintlichen Tod seines Sohnes zur Rechenschaft gezogen. Der Söldner hätte systematisch das Leben des Milliardärs und Vigilanten zerstört, um sich zu rächen. In diesem Rahmen wäre auch Gordon getötet und Alfred Pennyworth, Batmans treuer Butler, als Geisel genommen worden.
Eine weitere Figur der Geschichte wäre Batgirl gewesen. Sie sollte in einer Sequenz auftreten, in der sie gemeinsam mit Batman beinahe ums Leben kommt. Der Höhepunkt des Films hätte ein großes Duell zwischen Batman und Deathstroke vorgesehen, das sich an einer Kampfsequenz aus dem Videospiel «Batman: Arkham Asylum» orientierte. Diese Details zeichnen das Bild eines düsteren, von Rache und Verlust geprägten Films, der deutlich härter als frühere Batman-Verfilmungen angelegt gewesen wäre.
Das Projekt war Teil von Afflecks Engagement im DC-Universum, das er mit «Batman v Superman: Dawn of Justice» und «Justice League» begann. Ursprünglich sollte er nicht nur die Hauptrolle übernehmen, sondern auch das Drehbuch schreiben und Regie führen. Später zog er sich von der Regie zurück, und das Vorhaben wurde schließlich ganz verworfen. Affleck trat danach noch in «The Flash» auf, bevor er seine Zeit als Batman beendete.
Manganiello war bereits offiziell für die Rolle des Deathstroke bestätigt worden. Ein kurzer Auftritt als Slade Wilson war am Ende von «Justice League» zu sehen, allerdings in der Kinofassung, die später durch Zack Snyders Neuversion ersetzt wurde. Zu einem eigenen Batman-Film mit dem Schurken als Hauptgegner kam es nie. Die nun enthüllten Details dürften bei DC-Fans für Diskussionen sorgen, da sie zeigen, wie radikal die Geschichte angelegt war.
Der Fall erinnert an die vielen unverwirklichten Projekte im Superhelden-Genre, deren Pläne oft erst Jahre später durch Beteiligte öffentlich werden. Für das Publikum bleibt vor allem die Frage, wie ein solcher Film das Batman-Franchise geprägt hätte. Die Enthüllungen machen deutlich, dass Afflecks Vision weit über einen klassischen Blockbuster hinausging und persönliche Verluste sowie die Verletzlichkeit der Figuren in den Mittelpunkt rückte.