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Ukrainische Drohnen treffen Moskauer Raffinerie am Wahltag

Bei einem massiven ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau und Umgebung wurde eine wichtige Gazprom-Raffinerie in Brand gesetzt. Bürgermeister Sobjanin spricht von einem beispiellosen Versuch, die russische Parlamentswahl zu sabotieren. Selenskyj bestätigt die Angriffe und stellt eine neue Abfangdrohne vor.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Bei einem der schwersten ukrainischen Luftangriffe auf russisches Gebiet seit Beginn des Krieges ist in der Nacht zum Sonntag eine große Raffinerie des staatlichen Energiekonzerns Gazprom bei Moskau in Brand geraten. Auf in sozialen Medien verbreiteten Aufnahmen waren mehrere Brandherde und dichter schwarzer Rauch über der Anlage zu sehen. Die Raffinerie zählt zu den bedeutendsten Russlands und produziert Benzin und Diesel für die Hauptstadtregion sowie Kerosin für die Moskauer Flughäfen. Bereits Mitte Juni war die Anlage zweimal mit Drohnen angegriffen worden; erst vor Kurzem hatte sie den Betrieb wieder aufnehmen können. Gesicherte Angaben zu den Schäden des jüngsten Treffers liegen bislang nicht vor.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Angriffe und erklärte auf der Plattform X, die «Langstrecken-Reaktionen» hätten in der vergangenen Nacht «sehr bedeutende Auswirkungen in der Region Moskau» gehabt. Getroffen worden seien eine der wichtigsten Einrichtungen der russischen Ölindustrie sowie Logistikanlagen. Es gehe um Milliardensummen, mit denen die russische Kriegsmaschinerie finanziert werde. Die ukrainischen Angriffe auf die russische Ölwirtschaft hatten zuletzt die Spritkrise im Land erneut verschärft.

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin warf der Ukraine am letzten Tag der russischen Parlamentswahl massive Störversuche mit Drohnen vor. «Dieser beispiellose Angriff war offensichtlich darauf ausgerichtet, die Wahlen zu sabotieren. Dem Gegner ist dies jedoch nicht gelungen», schrieb Sobjanin auf Telegram. Er sprach vom «massivsten Angriff feindlicher Drohnen auf Moskau». Nach seinen Angaben wehrte Russland seit dem Vortag 1.600 Drohnen ab, davon 450 im Anflug auf die Hauptstadt. Einige Drohnen hätten jedoch das Gelände der Raffinerie erreicht, eine sei in ein Wohnhaus gestürzt. Tote habe es nicht gegeben. An allen vier Hauptstadtflughäfen kam es wegen der Angriffe zu Einschränkungen.

Im Moskauer Umland stieg die Zahl der Verletzten nach Angaben von Gouverneur Andrej Worobjow auf 20. Zuvor hatte er von mindestens zwei Toten infolge ukrainischer Angriffe gesprochen. An verschiedenen Orten seien Feuer ausgebrochen, mehrere Wohnhäuser beschädigt und Hunderte Menschen in Sicherheit gebracht worden, teilte Worobjow mit.

Unterdessen berichtete der ukrainische Präsident von einem russischen Drohnenangriff im südukrainischen Gebiet Cherson, bei dem nach Regierungsangaben ein Geistlicher getötet und vier weitere verletzt wurden. Nach Angaben regionaler Behörden attackierte Russland ein Kloster und das Dorf Tscherwonyj Majak am Fluss Dnipro, der dort russische und ukrainische Truppen trennt. Selenskyj beklagte zudem Angriffe auf kritische und zivile Infrastruktur in den Regionen Charkiw, Sumy und Odessa sowie Einschläge in Wohnhäuser in den Gebieten Dnipropetrowsk und Saporischschja. Russland habe in dieser Woche mehr als 2.000 Drohnen, die meisten davon mit Düsenantrieb, 1.700 Gleitbomben sowie 19 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt.

Bereits am Samstag waren im Umland der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Angaben des Militärverwaltungschefs Tymur Tkatschenko mindestens drei Menschen getötet worden, darunter eine Mutter mit zwei kleinen Kindern. Die «schreckliche Tragödie» habe sich im Landkreis Fastiw südwestlich von Kiew ereignet, mehrere Wohnhäuser und ein Auto seien beschädigt worden.

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico kritisierte unterdessen «Kriegstreiber in der Nato». Einige westliche Politiker strebten eine direkte Konfrontation zwischen dem Bündnis und Russland an, sagte Fico in einer Videobotschaft. Nach dem Scheitern der Strategie, Moskau im Ukraine-Krieg zu besiegen, gieße der Westen mit seiner Unterstützung für Kiew weiter Öl ins Feuer. Die Slowakei werde sich an einer solchen Konfrontation nicht beteiligen und unter keinen Umständen Soldaten entsenden. Fico pflegt gute Beziehungen zu Russland und lehnt Militärhilfen für die Ukraine ab.

Selenskyj präsentierte zudem ein Video einer neuen Abfangdrohne, das nach seinen Angaben die Zerstörung einer russischen Geran-5-Drohne zeigt. Die nur wenige Sekunden lange Aufnahme aus der Bordkamera lässt sich nicht unabhängig überprüfen. Selenskyj dankte den Mitgliedern des Geheimdienstes, die die Drohne gesteuert hätten, und hatte zuvor angekündigt, dass ein neuer Abfangjäger zur Verfügung stehe.

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