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Diablo bekommt Netflix-Serie: Entwicklerteam reagiert begeistert

Blizzard arbeitet an einer animierten Diablo-Serie für Netflix. Das Entwicklerteam von Diablo 4 zeigt sich auf der BlizzCon begeistert – und verrät erste Details zu weiteren Projekten der Reihe.

Blizzard Entertainment arbeitet an einer animierten Serie zur Diablo-Reihe, die bei Netflix erscheinen soll. Das gab Blizzard-Präsidentin Johanna Faries während der Opening Ceremony der BlizzCon bekannt. Details zum Inhalt oder zum Starttermin nannte sie noch nicht – sie könne «noch nicht alles verraten», sagte Faries. Für das Team hinter Diablo 4 ist die Ankündigung dennoch der Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltung.

«Obwohl ich keine Informationen habe und nichts teilen kann, ist die Tatsache, dass wir eine Serie bekommen, das, worauf ich mich am meisten freue», sagte Brent Gibson, Game Director von Diablo 4, im Gespräch nach der Ankündigung. «Ich bin ein Story-Mensch. Ich will mehr Geschichte sehen, so viel Geschichte wie möglich.» Man sei dabei, das kreative Team für die Serie zusammenzustellen, und liefere damit, was Faries angekündigt habe. Diablo sei eine perfekte Welt, um solche Geschichten zu erzählen.

Owen Leach, Season Lead für Diablo 4 – Hell’s Legacy, schloss sich der Begeisterung an: «Die Serie ist meine Fan-Antwort darauf, worauf ich mich am meisten freue. Ich habe animierte Serien auf Netflix gesehen und dachte: ‚Hell yes.‘» Gibson verglich die aktuelle Entwicklung mit dem Wilden Westen: Man könne nicht vorhersagen, wie solche Mechanismen funktionierten. Als Beispiel nannte er die Fallout-Serie, die zu einem massiven Wiederaufleben des Spiels geführt habe. «Ich habe keine Ahnung, wohin das führt, aber es ist der richtige Zeitpunkt, und ich bin super aufgeregt.»

Neben der Netflix-Serie gab es auf der BlizzCon weitere Ankündigungen aus dem Diablo-Universum. So kündigte Faries an, dass auch Overwatch, Warcraft und «vielleicht sogar einige andere Blizzard-Universen» eigene Serien erhalten könnten. Konkrete Pläne nannte sie nicht. Für die Diablo-Community dürfte vor allem der Inhalt von Hell’s Legacy von Bedeutung sein: Leach zufolge erwarten die Spieler 20 neue Bosse, darunter Na-Krul aus Diablo: Hellfire. «Ich verliere den Verstand, und das ist nur ein Boss», sagte Leach. Der Start ist für den 15. September geplant – pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum der Reihe.

Ein weiteres Highlight ist die Veröffentlichung der Diablo 4: Age of Hatred Collection für Nintendo Switch 2, ebenfalls am 15. September. «Es wird auch verdammt Zeit», sagte Gibson. Man habe seit dem ersten Tag darüber gesprochen, was es bedeute, auf Handheld-Plattformen präsent zu sein. Er sei beeindruckt von der Qualität, die das Team erreicht habe. «Es gibt dort ein Publikum, das wir bisher nicht bedient haben.» Leach ergänzte, er schätze die Flexibilität, überall spielen zu können. Früher habe er auf dem Steam Deck gespielt, doch eine spezifische Version für die Konsole sei noch besser. «Jetzt spiele ich auf meinem Sofa, weil ich faul bin, und an manchen Tagen am PC.»

Die Ankündigung der Netflix-Serie fällt in eine Zeit, in der Blizzard mehrere seiner Marken für Film und Fernsehen öffnet. Bereits auf der diesjährigen BlizzCon wurde zudem ein neues StarCraft-Spiel als Open-World-Shooter für das Jahr 2030 angekündigt. Blizzard-GM Dan Hay erklärte, man habe das Projekt bewusst früh gezeigt, weil man genug Material habe, um es zu präsentieren. «Wir wollten das Gefühl, die Identität und die Atmosphäre teilen», sagte Hay. Die Reaktionen im Saal seien «großartig» gewesen. Für Diablo-Fans bleibt jedoch die Serie das zentrale Thema – und die Vorfreude im Entwicklungsteam ist deutlich spürbar.

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