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«Resident Evil» führt das globale Boxoffice erneut an

Die China-Veröffentlichung von «Resident Evil» katapultiert den Film mit 62,7 Millionen US-Dollar weltweit an die Spitze des Wochenendes. Regisseur Zach Cregger feiert mit 320,2 Millionen US-Dollar seinen bisher größten Erfolg. «Other Mommy» überzeugt mit 45 Millionen US-Dollar, während «Social Reckoning» mit nur 5,5 Millionen US-Dollar enttäuscht.

Der neueste Teil der «Resident Evil»-Reihe hat sich erneut an die Spitze des globalen Wochenend-Boxoffice gesetzt. Wie das US-Branchenportal Deadline berichtet, spielte der Film von Sony und Constantin in seinem vierten Wochenende weltweit 62,7 Millionen US-Dollar ein. Den entscheidenden Schub lieferte der Kinostart in China, wo der Horror-Actionfilm auf ein großes Publikum traf. Damit bleibt die Marke «Resident Evil» eine der zuverlässigsten im internationalen Filmgeschäft.

Für Regisseur Zach Cregger ist der Erfolg ein persönlicher Meilenstein. Mit einem weltweiten Gesamteinspiel von 320,2 Millionen US-Dollar ist «Resident Evil» nun sein kommerziell erfolgreichster Film. Bisher hatte Cregger mit seinem gefeierten Horrorfilm «Barbarian» aus dem Jahr 2022 für Aufsehen gesorgt, der jedoch deutlich weniger einspielte. Der neue Rekord unterstreicht, dass sich der Regisseur endgültig als feste Größe im Genre etabliert hat – und dass seine Mischung aus Spannung, Humor und unerwarteten Wendungen ein weltweites Publikum anspricht.

Während «Resident Evil» die internationalen Charts dominierte, sorgte in Nordamerika ein anderer Horrorfilm für Schlagzeilen. «Other Mommy», ein Schreckensfilm mit Jessica Chastain in der Hauptrolle, spielte am Startwochenende 27,5 Millionen US-Dollar ein und übertraf damit die Erwartungen der Branche deutlich. Weltweit kommt der Film auf über 45 Millionen US-Dollar. Chastain spielt darin einen doppelgelenkigen Doppelgänger aus der Hölle – eine Rolle, die offenbar genau den Nerv des Publikums getroffen hat. Der Erfolg von «Other Mommy» zeigt, dass Horrorfilme mit bekannten Gesichtern und ungewöhnlichen Konzepten weiterhin ein verlässliches Publikum finden.

Deutlich schlechter lief es für «The Social Reckoning». Der Film, der sich kritisch mit den Auswirkungen sozialer Medien auseinandersetzt, enttäuschte mit einem Einspiel von nur 5,5 Millionen US-Dollar und landete damit auf dem fünften Platz der nordamerikanischen Kinocharts. Die Produktion hatte im Vorfeld mit einer aggressiven Marketingkampagne auf sich aufmerksam gemacht, konnte die Erwartungen jedoch nicht erfüllen. Branchenbeobachter führen das schwache Ergebnis auf gemischte Kritiken und einen wenig überzeugenden Starttermin zurück. Für die beteiligten Studios bedeutet das einen herben Rückschlag, zumal der Film als potenzieller Diskussionsstoff für die junge Zielgruppe gedacht war.

Die aktuellen Zahlen belegen einmal mehr, wie sehr das globale Kinogeschäft von großen Marken und gut getimten Veröffentlichungen lebt. «Resident Evil» profitiert von einer eingeschworenen Fangemeinde, die über Jahre hinweg aufgebaut wurde. Der China-Start verhalf dem Film zu einem zweiten Frühling an den Kassen. Gleichzeitig zeigt der Erfolg von «Other Mommy», dass auch kleinere Horrorproduktionen mit prominenter Besetzung und einer klaren Prämisse erfolgreich sein können. «The Social Reckoning» hingegen steht exemplarisch für die Risiken, die mit themenbezogenen Filmen verbunden sind, wenn diese nicht die richtige Zielgruppe erreichen.

Für Zach Cregger bedeutet der Rekord einen weiteren Karriereschub. Der Regisseur, der ursprünglich als Mitglied der Comedy-Gruppe «The Whitest Kids U' Know» bekannt wurde, hat sich in den vergangenen Jahren als ernstzunehmender Filmemacher etabliert. Sein nächster Film wird bereits mit Spannung erwartet. Die Filmstudios dürften derweil aus den aktuellen Ergebnissen ihre Lehren ziehen: Horror bleibt ein stabiles Genre, doch der Erfolg hängt maßgeblich von der richtigen Mischung aus Marke, Besetzung und Veröffentlichungsstrategie ab.