Ben Affleck hat für sein neuestes Regieprojekt «Animals» ursprünglich seine Ex-Frau Jennifer Garner als weibliche Hauptrolle vorgesehen. Das berichtete der Schauspieler und Regisseur in einem Interview mit Entertainment Weekly. «Ich dachte, Gott, Jen Garner wäre großartig für diese Rolle», sagte Affleck. Der Plan habe jedoch einen entscheidenden Haken gehabt: Weil Garner zum geplanten Drehzeitpunkt anderweitig beschäftigt war, hätte Affleck selbst an ihrer Seite spielen müssen.
«Man bekommt einfach Ballast», erklärte Affleck weiter. Die Entscheidung, die Besetzung nicht umzusetzen, sei bewusst gefallen: «Wir wollen das nicht machen.» Der 53-Jährige ist nicht nur Regisseur, sondern auch Co-Autor und Hauptdarsteller von «Animals». Der Film feiert am 9. Oktober bei Netflix Premiere. Affleck spielt darin die Rolle des Mark Kimball.
Die Besetzung des weiblichen Parts war offenbar Teil eines komplizierten Auswahlprozesses, den Affleck nun öffentlich beschreibt. Ursprünglich hatte er für die Rolle an Garner gedacht, mit der er von 2005 bis 2018 verheiratet war und drei Kinder hat. Die beiden standen zuletzt gemeinsam in «The Way Back» (2020) vor der Kamera, damals allerdings nicht als Paar. Eine erneute Zusammenarbeit vor der Kamera hätte laut Affleck eine besondere Dynamik mit sich gebracht, die er mit dem Begriff «Ballast» umschreibt.
Statt Garner übernahm Affleck selbst die männliche Hauptrolle, nachdem der Zeitplan eine andere Lösung erforderte. Wer die weibliche Hauptrolle letztlich spielt, ist in den vorliegenden Informationen nicht genannt. Klar ist: Der Film markiert Afflecks nächsten Schritt als Regisseur, nachdem er zuletzt mit «Air» und «The Tender Bar» hinter der Kamera stand. «Animals» ist ein Thriller, in dem Affleck laut Berichten einen Mann spielt, dessen Leben nach einer Entführung aus den Fugen gerät.
Die Enthüllung über die fast zustande gekommene Besetzung mit Garner dürfte für Gesprächsstoff sorgen. Affleck und Garner gelten als eines der bekanntesten Ex-Paare Hollywoods, die nach ihrer Trennung eine freundschaftliche Beziehung pflegen. Beide haben sich wiederholt öffentlich respektvoll übereinander geäußert. Dass Affleck nun offen über die Überlegung spricht, sie für eine gemeinsame Filmrolle zu besetzen, zeigt, wie eng die beruflichen und privaten Ebenen in seiner Arbeit liegen können.
Der Regisseur äußerte sich im Rahmen der Promotion für «Animals». Der Film startet am 9. Oktober auf Netflix und ist damit Teil des wachsenden Angebots an prominent besetzten Streaming-Produktionen. Für Affleck ist es ein weiteres Projekt, bei dem er mehrere Rollen gleichzeitig ausfüllt: vor der Kamera, im Drehbuch und in der Regie. Ob die Entscheidung gegen Garner letztlich die richtige war, wird sich für das Publikum ab Oktober zeigen.