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Kreml-Berater Uschakow will Europa in Ukraine-Verhandlungen einbeziehen

Der Kreml-Berater Juri Uschakow fordert, Europa in die Gespräche über eine Friedensregelung für die Ukraine einzubeziehen. Zugleich sind Angriffe auf eine russische Raketenfabrik, auf Frachtschiffe im Schwarzen Meer und die Gewichtheben-WM in Moskau 2030 Thema.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Der außenpolitische Berater des Kremls, Juri Uschakow, hat gefordert, Europa in die Gespräche über eine Friedensregelung für die Ukraine einzubeziehen. Die Haltung Europas könne entscheidend sein, sagte Uschakow am Sonntag in einem Interview mit dem Korrespondenten des russischen Staatsfernsehens, Pawel Sarubin. Die USA hätten es bislang nicht geschafft, Druck auf Kiew auszuüben, damit es einem Friedensabkommen zustimmt.

Uschakow bezog sich dabei auf das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin im Jahr 2025 in Alaska. Dort sei es nach seiner Darstellung zunächst so gewesen, als könne die US-Regierung Kiew etwas diktieren und zur Einhaltung zwingen. Das habe bisher jedoch nicht wirklich funktioniert. «Es reicht nicht, nur mit Kiew zu sprechen», sagte Uschakow. «Wir müssen mit ganz Europa reden, das Kiew voll unterstützt.»

Parallel dazu meldete die Ukraine einen Angriff auf eine Fabrik in Russland, die Komponenten für Iskander-Raketen herstellt. Nach Angaben des Internetportals Exilenova wurde die Fabrik Energija im russischen Jelez im Gebiet Lipezk von Storm-Shadow-Marschflugkörpern getroffen. Das Portal sprach von «umfangreichen Zerstörungen» an einem der Produktionsgebäude. Ein Video zeigte eine Explosion an einem nicht erkennbaren Ort. Von russischer Seite gab es zu dem Angriff auf das Werk keine Angaben.

Die russischen Staatsagenturen Tass und Interfax berichteten jedoch von ukrainischen Angriffen auf die Region Lipezk. Während Tass lediglich Schäden an Autos und Gebäuden durch herabfallende Raketentrümmer erwähnte, meldete Interfax unter Berufung auf Gouverneur Igor Artamanow mindestens einen Toten und sechs Verletzte nach einem Angriff auf die Industriezone in Jelez. Die Iskander ist ein russisches Waffensystem, das ballistische Kurzstreckenraketen und Marschflugkörper abfeuern kann. Russland führt seit über viereinhalb Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine und greift seit einiger Zeit gezielt Ballungszentren mit Raketen und Marschflugkörpern an, wobei es den Munitionsmangel der ukrainischen Flugabwehr ausnutzt.

Am Sonntag hatte zudem der Weltverband IWF mitgeteilt, dass Russland 2030 die Weltmeisterschaften im Gewichtheben in Moskau austragen wird, trotz des andauernden Angriffskriegs. Der IWF ist der erste olympische Fachverband, der Russland seit 2022 wieder die Ausrichtung eines sportlichen Weltereignisses überträgt. Die Weltmeisterschaften 2030 dienen als Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2032.

Das russische Verteidigungsministerium meldete außerdem Drohnenangriffe auf zwei Frachtschiffe im Schwarzen Meer. Ein Schiff wurde nach Angaben des Ministeriums in der Nacht auf dem Weg zum Hafen von Tschornomorsk getroffen, ein weiteres tagsüber auf dem Weg nach Odessa. Die Schiffe seien zur Versorgung der ukrainischen Armee genutzt worden, hieß es. In der Nacht seien in Charkiw zudem mehrere Logistikzentren angegriffen worden, in denen nach Darstellung des Ministeriums zivil und militärisch nutzbare Güter lagerten. Die Angaben ließen sich von der Nachrichtenagentur Reuters nicht unabhängig überprüfen.

Unabhängige Journalisten haben unterdessen fast 283.000 im Ukraine-Krieg getötete russische Soldaten namentlich identifiziert. Die russische Rechercheplattform Mediazona und der russischsprachige Dienst der BBC konnten bis zum 23. Oktober insgesamt 282.993 Todesfälle belegen, seit der letzten Auswertung Anfang Oktober kamen 6.880 Namen hinzu. Die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen, da längst nicht jeder Todesfall öffentlich bekannt wird. Unter den Toten sind 7.920 Offiziere und Angehörige anderer Sicherheitskräfte. Ihr Anteil ist seit Kriegsbeginn deutlich gesunken, was Mediazona unter anderem darauf zurückführt, dass Russland verstärkt freiwillig angeworbene Infanteristen einsetzt.

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