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Mehr als 40 Prozent kündigen Game-Abos wegen steigender Kosten

Immer mehr Spielerinnen und Spieler beenden ihre Abonnements bei Xbox Game Pass, PlayStation Plus und Nintendo Switch Online. Als Hauptgrund nennen sie die gestiegenen Preise. Eine aktuelle Auswertung zeigt, dass die Unzufriedenheit mit den Kosten im Jahresverlauf deutlich zugenommen hat.

Die Bereitschaft, für Gaming-Abonnements wie Xbox Game Pass, PlayStation Plus oder Nintendo Switch Online weiter zu zahlen, sinkt. Mehr als 40 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer, die eines dieser Abos kündigen, geben inzwischen die gestiegenen Kosten als Grund an. Das geht aus einer aktuellen Erhebung hervor, über die das britische Spielemagazin Eurogamer berichtet. Demnach ist der Anteil der Kosten-Kündigungen seit Jahresbeginn deutlich gewachsen.

Die Zahlen zeichnen ein klares Bild: Während zu Beginn des Jahres noch andere Faktoren eine größere Rolle spielten, hat sich die Gewichtung verschoben. Wer heute sein Abo beendet, nennt überdurchschnittlich häufig den Preis als ausschlaggebenden Faktor. Für die Anbieter ist das ein Warnsignal, denn die Abo-Modelle sind für sie zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden. Gleichzeitig steigen die Erwartungen der Spielerschaft an Umfang und Qualität der enthaltenen Spiele.

Xbox Game Pass, PlayStation Plus und Nintendo Switch Online funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip: Gegen eine monatliche oder jährliche Gebühr erhalten Nutzerinnen und Nutzer Zugriff auf eine wechselnde Bibliothek von Spielen, Online-Multiplayer-Funktionen und teils exklusive Vergünstigungen. In den vergangenen Jahren haben alle drei Anbieter ihre Preise angehoben oder ihre Abo-Stufen neu strukturiert. Für viele junge Spielerinnen und Spieler, die ohnehin schon mit gestiegenen Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben, summiert sich das.

Die Entwicklung trifft eine Branche, die stark auf wiederkehrende Einnahmen setzt. Abonnements gelten als stabiler als der einmalige Verkauf einzelner Spiele, weil sie planbare Erlöse liefern. Wenn jedoch ein wachsender Teil der Kundschaft aus Kostengründen aussteigt, geraten diese Kalkulationen unter Druck. Die Anbieter stehen vor der Frage, ob sie ihre Preise halten können oder ob sie mit günstigeren Einstiegsvarianten und attraktiveren Inhalten gegensteuern müssen.

Für die Spielerschaft bedeutet die Preisentwicklung eine Abwägung: Ein Abo lohnt sich vor allem dann, wenn regelmäßig mehrere Titel aus dem Katalog gespielt werden. Wer nur gelegentlich zockt, prüft zunehmend, ob sich die monatliche Ausgabe noch rechnet. Genau diese Gruppe dürfte für die gestiegenen Kündigungszahlen verantwortlich sein. Die aktuelle Auswertung legt nahe, dass der Preisdruck kein kurzfristiges Phänomen ist, sondern sich im Laufe des Jahres verstärkt hat.

Ob die Anbieter mit neuen Modellen reagieren, ist offen. Klar ist: Die Kostenfrage ist für viele junge Gamerinnen und Gamer zum entscheidenden Kriterium geworden. Wer sein Abo kündigt, tut das immer häufiger nicht aus Desinteresse am Angebot, sondern weil der Preis nicht mehr zur Nutzung passt. Für eine Branche, die auf dauerhafte Bindung setzt, ist das eine zentrale Herausforderung.

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