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Dunja Hayali und Sarah Tacke erhalten Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis

Die beiden ZDF-Journalistinnen werden in Hamburg für kritischen Fernsehjournalismus ausgezeichnet. Auch der NDR-Beitrag »Zapp« und der Reporter Manuel Biallas gehören zu den Preisträgern.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Die ZDF-Journalistinnen Dunja Hayali und Sarah Tacke teilen sich in diesem Jahr den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für kritischen Fernsehjournalismus. Die Auszeichnung wurde in Hamburg verliehen. Die Jury würdigt damit zwei Journalistinnen, die sich in ihrer Arbeit durch Klarheit und Haltung auszeichnen, ohne ihre journalistische Unabhängigkeit aufzugeben.

Dunja Hayali moderiert das »heute journal« und das »Morgenmagazin« im ZDF. Die Jury hebt ihre mutige und moderne Art hervor, ihre Berichterstattung zu präsentieren. Diese Form der Präsentation gehört zu den Gründen, warum sie für den Preis ausgewählt wurde. Gleichzeitig hat Hayali über Jahre hinweg massive Hasskampagnen im Netz erlebt. Diese Belastung steht im Zusammenhang mit ihrer öffentlichen Arbeit und rückt die Preisverleihung in einen größeren gesellschaftlichen Kontext, in dem Medienschaffende zunehmend unter Druck geraten.

Sarah Tacke ist Juristin und leitet die Rechtsredaktion des ZDF. Ausgezeichnet wurde sie für die Klarheit und Sachlichkeit, mit der sie komplexe rechtliche Themen vermittelt. Die Jury lobt sie als politisch, ohne zu politisieren. Damit beschreibt die Auszeichnung eine Haltung, die Information in den Vordergrund stellt und Einordnung leistet, ohne Meinungen als Tatsachen darzustellen. Gerade bei Rechtsfragen, die oft schwer verständlich sind, sieht die Jury darin einen wichtigen Beitrag für das Publikum.

Neben den beiden ZDF-Journalistinnen werden weitere Beiträge aus dem Norddeutschen Rundfunk gewürdigt. Die Sendung »Zapp« des NDR wird für ihre Erklärung umstrittener Medienthemen geehrt. Sie befasst sich damit, wie Medien selbst berichten und welche Fragen dabei entstehen. Außerdem erhält der NDR-Journalist Manuel Biallas eine Auszeichnung für seine zugänglichen Filme und Texte. Biallas berichtet unter anderem über Migration, soziale Ungleichheit, Extremismus und Menschenrechte. Die Jury betont dabei, dass er komplexe Themen so aufbereitet, dass sie auch für ein breites Publikum verständlich bleiben.

Der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis wird seit 1995 vergeben und zeichnet kritische, parteiunabhängige Journalistinnen und Journalisten aus. Er ist nach dem Reporter Hanns-Joachim Friedrichs benannt, der im März 1995 starb. Friedrichs gilt als einer der prägenden Fernsehjournalisten seiner Zeit, und der Preis trägt seinen Namen als Erinnerung an diese journalistische Tradition. Zu den früheren Preisträgern zählen unter anderem Anne Will, Claus Kleber, Oliver Welke und Marietta Slomka. Die Reihe zeigt, wie breit das Spektrum der Ausgezeichneten über die Jahre geworden ist, von politischen Talkformaten bis zu satirischen und nachrichtlichen Sendungen.

Der Verband, der die Auszeichnung vergibt, sieht die diesjährigen Geehrten als Verteidiger der Pressefreiheit und der Meinungsfreiheit. Dieses Anliegen gewinnt angesichts zunehmender Angriffe auf Medienschaffende an Bedeutung. Die Preisverleihung macht damit deutlich, dass journalistische Arbeit nicht nur fachliche, sondern auch demokratische Verantwortung trägt. Die Auszeichnung der Hamburger Veranstaltung setzt ein Zeichen für die Wertschätzung kritischer und unabhängiger Berichterstattung.