Der neue Military-Shooter Wardogs ist im Early Access auf Steam gestartet und hat bereits am ersten Tag mehr als eine Million Exemplare verkauft. Wie Entwickler Bulkhead mitteilt, erreichte das Spiel zudem über 300.000 gleichzeitige Spieler auf der Plattform. Damit ist der 40-Euro-Titel aktuell der meistverkaufte Artikel auf Steam. Für ein Spiel, das das Studio zuvor mit einer ungewöhnlichen Kampagne bewarb – unter anderem mit dem Hinweis, es nicht zu kaufen –, sind das bemerkenswerte Zahlen.
Der starke Andrang führte jedoch zu erheblichen technischen Problemen. Bulkhead richtete ein Warteschlangensystem ein, das schnell zum Gesprächsthema in den sozialen Medien wurde. Spieler teilten Screenshots ihrer Position in der Schlange, einige berichteten von mehr als 300.000 Personen vor sich. Als Reaktion auf die Warteschlangen erklärte das Studio, man sei teilweise «rate limited» und arbeite mit Valve an einer Erhöhung der Limits, um mit «größeren Titeln» gleichzuziehen. Zeitweise entschied sich Bulkhead sogar dazu, alle Spieler aus der Warteschlange zu werfen, um den Zugang zu beschleunigen.
Studio-Chef Joe Brammer betonte, die Warteschlange selbst sei nicht «spezifisch kaputt». Wardogs erhalte jedoch nicht die gleiche Behandlung wie AAA-Titel, was die Rate Limits angehe. «Hang in there», riet er den Spielern. Neben den langen Wartezeiten berichteten Nutzer von Verbindungsabbrüchen und scheinbar willkürlichen Bans. Bulkhead erklärte, man sei sich dieser «inkorrekten Bans» bewusst und arbeite an einer sofortigen Lösung.
Inzwischen hat der Entwickler einen Hotfix veröffentlicht, der die Serverprobleme adressieren soll. Wer bereits eingeloggt ist und in einer Warteschlange feststeckt, muss das Spiel schließen, um das Update herunterzuladen – nach dem erneuten Einloggen landet man wieder in der Schlange. Spieler werden nun in «kontrollierten Chargen» ins Spiel gelassen, deren Größe nicht genannt wurde. Weitere Spieler sollen nach und nach zugelassen werden, sobald die Probleme behoben sind. Einen konkreten Zeitplan dafür gibt es nicht. Der Patch behebt zudem Probleme beim Beitritt zu Servern und verhindert, dass Spieler aus Matches geworfen werden. «Wir werden die Situation nach dem Hotfix aktiv überwachen und die ganze Nacht daran arbeiten, das Problem zu lösen», schrieb das Studio in einem Beitrag auf Steam. «Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten.»
Wardogs ist ein groß angelegter Military-Shooter, in dem 100 Spieler in drei Teams auf einer Karte in einer fiktiven Version Osteuropas gegeneinander antreten. Das Spiel ist derzeit nur für PC erhältlich. Eine Konsolenversion für PS5 und Xbox Series X|S ist für 2028 geplant, ein konkretes Datum nannte Bulkhead nicht. Der Entwickler rechnet damit, dass die Begeisterung irgendwann nachlassen wird, und will sich mit neuen Inhalten Zeit lassen. Ob das Spiel langfristig Spieler binden kann, bleibt abzuwarten. Der Start ist dennoch ein starker Einstand für einen neuen Multiplayer-Shooter abseits der etablierten Reihen wie Call of Duty und Battlefield.