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«Lanterns» bricht mit dem düsteren Superhelden-Trend

Die neue Serie «Lanterns» startet als düstere Superhelden-Variante von «True Detective», entwickelt sich aber schnell zu etwas Eigenständigem und überraschend Fesselndem. Damit korrigiert sie einen Trend, der das Genre seit Jahren prägt.

Die Serie «Lanterns» beginnt ihre erste Staffel als eine Art «True Detective» mit Superhelden. Doch schon nach wenigen Folgen entfernt sie sich von dieser Formel und wird zu etwas deutlich Eigenständigerem. Damit bricht sie mit einem der hartnäckigsten Trends, der Superhelden-Filme und -Serien seit Jahren bestimmt.

Seit Christopher Nolans «Dark Knight»-Trilogie versuchen zahlreiche Produktionen, ihren Figuren eine düstere, erwachsene und möglichst realistische Note zu geben. Das Ergebnis war oft eine Gleichförmigkeit, die Kritiker und Publikum gleichermaßen ermüdete. «Lanterns» greift diesen Ansatz zunächst auf, nutzt ihn aber offenbar nur als Ausgangspunkt, um ihn anschließend zu unterlaufen.

Die Serie scheint sich im Verlauf der Staffel zunehmend von der erwartbaren düsteren Ermittlungsarbeit zu lösen und entwickelt eine eigene Erzählweise. Statt die bekannte Formel weiter zu bedienen, findet sie zu einem Ton, der als überraschend und fesselnd beschrieben wird. Für das Genre bedeutet das einen möglichen Ausweg aus einer Sackgasse, in der sich viele Superhelden-Produktionen zuletzt befanden.

Der Trend zur düsteren Neuinterpretation hatte zuletzt immer wieder für Kritik gesorgt. Zuschauer bemängelten, dass sich die Filme und Serien zu ähnlich anfühlten und ihre Figuren vor allem durch Schwere und Realismus definiert würden. «Lanterns» zeigt nun, dass sich diese Ausgangslage auch anders auflösen lässt, ohne die ernsthafte Erzählweise vollständig aufzugeben.

Ob die Serie damit tatsächlich einen Wendepunkt markiert, wird sich erst im weiteren Verlauf zeigen. Die erste Staffel deutet jedoch an, dass das Superhelden-Genre wieder bereit ist, neue Wege zu gehen, statt bekannte Muster zu wiederholen. Für das Publikum, das zuletzt unter der Gleichförmigkeit gelitten hat, ist das eine gute Nachricht.

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