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Priester in Bihor nach Gewalt gegen 71-Jährigen nur mit schriftlichem Verweis bestraft

Ein orthodoxer Priester aus einem Dorf in Bihor wurde rechtskräftig verurteilt, weil er einen 71-jährigen Mann angegriffen hat. Die Episkopie von Oradea verhängte lediglich eine schriftliche Rüge. Gemeindemitglieder fordern seine Versetzung und berichten von anhaltend aggressivem Verhalten.

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Ein orthodoxer Priester aus einem Dorf im Kreis Bihor ist rechtskräftig verurteilt worden, weil er einen 71-jährigen Mann körperlich angegriffen hat. Nach der strafrechtlichen Verurteilung hat die Orthodoxe Episkopie von Oradea gegen den Geistlichen lediglich eine schriftliche Rüge ausgesprochen. Diese milde kirchliche Sanktion stößt bei den Gläubigen vor Ort auf Unverständnis und Empörung.

Die Gemeindemitglieder berichten, dass der Priester weiterhin aggressiv auftrete. Er beschimpfe Menschen, verhalte sich einschüchternd und spreche Drohungen aus. Nach der Verurteilung durch die weltlichen Gerichte hatten viele erwartet, dass die Kirche deutlichere Konsequenzen ziehen würde. Stattdessen blieb es bei einer formellen schriftlichen Ermahnung, die den Priester nicht von seiner Gemeinde fernhält.

Die lokale Bevölkerung fordert nun seine Versetzung. In Gesprächen mit Medienvertretern heißt es, der Geistliche sei «aggressiv, spricht hässlich und droht». Die anhaltenden Beschwerden zeigen, dass das Vertrauen in die kirchliche Aufsicht beschädigt ist. Für die Gläubigen stellt sich die Frage, wie die Kirche mit einem Mann umgeht, der nicht nur strafrechtlich verurteilt wurde, sondern weiterhin Angst und Unruhe in der Gemeinde verbreitet.

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf den Umgang kirchlicher Institutionen mit Gewalt und Fehlverhalten von Geistlichen. Während die staatliche Justiz den Übergriff mit einer Verurteilung ahndete, blieb die kirchliche Reaktion auf eine Rüge beschränkt. Kritiker sehen darin ein Signal, dass innerkirchliche Verantwortung hinter dem Schutz des Amtes zurücksteht. Die Episkopie von Oradea hat bislang keine weitergehenden Maßnahmen angekündigt.

Die Gemeinde im Kreis Bihor wartet nun auf eine Entscheidung über die Zukunft ihres Priesters. Die Forderung nach einer Versetzung ist nicht nur Ausdruck von Empörung über die Tat, sondern auch ein Ruf nach Sicherheit und Würde im Gemeindeleben. Ob die kirchliche Leitung darauf reagiert, ist offen. Der Fall bleibt ein Prüfstein dafür, wie ernst die Kirche den Schutz der Schwächsten nimmt.